Die Tagung
Zwei Tage Fachaustausch zu Diagnostik und Behandlung funktionell-neurologischer und dissoziativer Störungen. Schwerpunkt in diesem Jahr sind die funktionellen und dissoziativen Anfälle.
Den Auftakt bildet eine Keynote von Prof. Dr. Markus Reuber (Sheffield) zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Diagnostik. Dazu kommen Vorträge, Workshops und eine Posterausstellung.
- Motto
- „Miteinander sprechen und voneinander lernen.“
- Termin
- Freitag, 18. September 2026, 12.00 Uhr bis Samstag, 19. September 2026, 16.30 Uhr
- Ort
- Geographisches Institut der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166, 53115 Bonn
- Veranstalter
- AG Funktionelle Neurologische Störungen e. V. und Experten-Panel Psychosomatische Epileptologie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie
- Anmeldung
- verbindlich bis 31. August 2026 über die Tagungsseite der Klinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn
- Barrierefreiheit
- Die Tagungsräumlichkeiten sind barrierefrei erreichbar, Rampen und Aufzug sind vorhanden.
Zur Anmeldung → Programm als PDF →
Das Programm
Die Tagung beginnt am Freitag um 12.00 Uhr mit der Registrierung. Nach den Grußworten folgt die Keynote von Prof. Markus Reuber über Kommunikation, Konversation und künstliche Intelligenz bei Anfallserkrankungen, danach die Postersession – hier stellen wir uns vor.
Am Nachmittag sprechen unter anderem Dr. Maria Dietrich (Bonn) über funktionelle Kommunikations- und Schluckstörungen, PD Dr. Stoyan Popkirov (Essen) über die Pathophysiologie funktioneller Anfälle und Prof. Anne Weißbach (Lübeck) über Kontroversen und Konsens bei funktionellen Bewegungsstörungen. Anschließend fünf parallele Mini-Workshops, unter anderem zu Yoga-basierter Therapie, zum Dialog von Sprach- und Physiotherapie, zur Differentialdiagnostik und zur Psychotherapie bei FNS.
Der Samstag bringt Vorträge zu Stress, Angst und Depression bei FNS und Epilepsie (Dr. Rosa Michaelis, Bochum) und zur somatischen Belastungsstörung in der ICD-11, dazu erneut fünf Workshops – darunter einen zu funktionellen Anfällen und einen zu sozialen Medien und Selbsthilfe. Zum Abschluss die Kaminrunde unter dem Tagungsmotto und ein optionales Zusatzprogramm mit Führungen durch den Botanischen Garten und die Epileptologie der Uniklinik.
- Tagungsbeitrag
- 30 € für Studierende und Auszubildende (mit Nachweis) · 90 € für Mitglieder der AG FNS oder DGfE · 120 € für alle anderen
- Fortbildung
- Die Veranstaltung erhält 2 Zertifikats-Fortbildungspunkte
- Begleitend
- Der Bonner Epilepsiepodcast „Scharfe Welle“ begleitet die Tagung
Für wen die Tagung gedacht ist
Die Veranstaltung steht Interessierten aller Berufsgruppen offen, die sich in ihrer Arbeit mit funktionellen neurologischen beziehungsweise somatoform-dissoziativen Störungen beschäftigen. In den vergangenen Jahren kamen Fachleute aus Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie und Neuropädiatrie ebenso zusammen wie aus Physio-, Psycho-, Kreativ-, Ergo- und Sprachtherapie – aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Diese Tagung richtet sich an Fachleute. Wir sind für Sie dort und berichten anschließend, was besprochen wurde – verständlich und mit Quellen, wie alles bei uns.
Für unser junges Netzwerk ist die Einladung ein großer Vertrauensvorschuss – und eine Verpflichtung, sorgfältig zu arbeiten.
Unser Poster
Auf dem Markt der Möglichkeiten zeigen wir, woran wir arbeiten: eine geprüfte Online-Bibliothek, einen Rückkanal von Betroffenen in die Fachwelt und geschützte Räume für den Austausch. Und wir suchen Menschen, die mitmachen.
Warum ein Raumschiff
Weil das Bild trifft, worum es uns geht. Auf der einen Seite steht die Fachwelt mit Leitlinien, Studien und diagnostischen Zeichen. Auf der anderen stehen Menschen, die nach der Diagnose Antworten suchen. Beide sprechen über dieselbe Sache – aber selten in derselben Sprache.
Dass eine gemeinsame Sprache fehlt, ist keine Erfindung von uns. Eine Untersuchung mit Hausärztinnen, Neurologen, Psychologinnen und Physiotherapeuten hält fest, dass uneinheitliche Botschaften verschiedener Berufsgruppen die Kommunikation der Diagnose erschweren – und dass die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache als zentrale Aufgabe erscheint.
Zwei Plätze an Bord stehen stellvertretend für Behandelnde aus Klinik und Praxis und für Fachgesellschaften und Verbände. Daneben ist noch viel Raum: Wir freuen uns über jede weitere Vernetzung.
Insofern trifft sich unser Poster mit dem Tagungsmotto: Miteinander sprechen und voneinander lernen beschreibt genau das, woran wir arbeiten.
Sie sind auch dort?
Dann kommen Sie gern an unserem Stand vorbei. Wir freuen uns über jedes Gespräch – besonders über Hinweise, was in Ihrer Praxis oder Klinik an verständlicher Information fehlt.
Wenn Sie vorher Kontakt aufnehmen möchten: kontakt@netzwerk-fns.de