„Funktionelle Anfälle sind lebensgefährlich.“
FalschBeim Status epilepticus führt anhaltende elektrische Aktivität im Gehirn zu Kreislauf- und Atemversagen. Bei funktionellen Anfällen gibt es diesen Vorgang nicht – auch nicht bei langer Dauer. Fachleute halten auch verlängerte funktionelle Anfälle für nicht gefährlich.
Die Zahl, die dagegen zitiert wird, zeigt etwas anderes: Die Sterblichkeit ist zwar erhöht, in einer US-Studie mit 700 Betroffenen hatten aber alle Verstorbenen erhebliche Begleiterkrankungen – Schlaganfall, neurodegenerative Erkrankungen, Krebs. Die Anfälle waren nicht die Todesursache.
Gefährlich wird die Verwechslung. In einer großen Studie zum Status epilepticus stellte sich bei 10 Prozent der behandelten Fälle heraus, dass es verlängerte funktionelle Anfälle waren – mit den Risiken hoher Beruhigungsmittelgaben, Beatmung und Intensivstation.
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