AG FNS e. V. – Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Neurologische Störungen
Fachgesellschaft mit FNS-Navigator, Informationen zu Krankheitsbildern und Netzwerkarbeit.
Netzwerk FNS ist der im Aufbau befindliche Bundesverband – von Betroffenen gegründet, an der Evidenz orientiert. Geprüfte Informationen, spezialisierte Anlaufstellen und Austausch: bundesweit und verständlich.
Wo möchtest du starten?
FNS-erfahrene Kliniken, Zentren & Praxen – gebündelt und filterbar an einem Ort.
Zur Liste →Verständlich erklärt: Was Funktionelle Neurologische Störungen sind.
Mehr erfahren →Körper & Psyche, Hilfen & Teilhabe, Hilfsmittel und mehr.
Zu den Themen →Netzwerk FNS ist eine im Aufbau befindliche Initiative, die zu einem gemeinnützigen Bundesverband für Funktionelle Neurologische Störungen wachsen soll. Gegründet und moderiert wird das Netzwerk von Menschen, die selbst mit FNS leben – mit einem klaren Anspruch: Wir arbeiten wissenschaftsorientiert und stützen uns auf geprüfte Quellen, nicht auf Heilsversprechen. Unser Ziel: Betroffene ernst nehmen, Wissen zugänglich machen und die Versorgung in Deutschland verbessern.
Wir verstehen uns dabei in erster Linie als verlässliche Informationsquelle – eine eigene Austauschplattform sind wir bewusst nicht. Raum für persönlichen Austausch gibt es vor allem auf unseren moderierten Social-Media-Kanälen, damit der Umgang dort sachlich und wertschätzend bleibt.
Unsere Inhalte stützen sich auf wissenschaftliche Leitlinien und Fachquellen, die wir transparent verlinken.
Erfahrene Fachpersonen begleiten unsere Inhalte fachlich – bewusst niederschwellig. Die Verantwortung für die Inhalte bleibt bei uns; für die fachliche Präzision sind wir dankbar für den Rat dieser Wegbegleiter:innen.
Gehen verstehen® · Präsidentin der Observational Gait Instructor Group (O.G.I.G.)
International anerkannte Ganganalyse-Expertin; ihr Buch „Gehen verstehen" (Thieme) gilt als Standardwerk. Funktionelle Gangstörungen zählen zu den häufigsten FNS-Bildern – eine fundierte Ganganalyse ist hier besonders wertvoll.
Universitätsklinikum Freiburg · Epilepsiezentrum · Klinische Neuropsychologin (GNP)
Schwerpunkt auf der funktionellen kognitiven Störung, zu der sie publiziert hat und ein Therapiemanual erarbeitet; am Epilepsiezentrum zudem Erfahrung mit dissoziativen (funktionellen) Anfällen.
Psychologische Psychotherapeutin · Buxtehude · Schwerpunkt FNS
Psychotherapeutische Praxis mit ausdrücklichem Behandlungsschwerpunkt auf Funktionellen Neurologischen Störungen – noch selten und für Betroffene auf der Suche nach einer erfahrenen Anlaufstelle besonders wertvoll.
Praxis für Ergotherapie · Recklinghausen (NRW) · Bachelor of Health in OT
Bringt die ergotherapeutische Perspektive ein – bei FNS besonders wertvoll, weil sie hilft, Alltag, Aktivität und Teilhabe Schritt für Schritt zurückzugewinnen.
Der Fachbeirat wächst Schritt für Schritt. Fachpersonen, die uns gelegentlich und auf Anfrage fachlich begleiten möchten, sind herzlich eingeladen – gerne melden →.
Funktionelle Neurologische Störungen (FNS, engl. Functional Neurological Disorder) sind häufiger, als viele glauben. Belastbare Zahlen speziell für Deutschland gibt es bislang nicht – die verfügbaren Angaben stammen aus internationalen Untersuchungen. Danach machen funktionelle Störungen schätzungsweise etwa 5 bis 15 % der Patient:innen in neurologischen Kliniken aus (systematische Übersicht, 2024); in einer viel zitierten schottischen Studie gehörten sie sogar zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Neurologie (Stone u. a. 2010). Das Nervensystem ist dabei nicht im klassischen Sinne geschädigt (etwa durch einen Schlaganfall oder eine MS) – die Verarbeitung von Signalen zwischen Gehirn und Körper läuft jedoch verändert ab. Nach dem derzeit führenden wissenschaftlichen Modell spielen dabei fehlerhafte Erwartungen des Gehirns und eine verzerrte, zu stark auf den Körper gerichtete Aufmerksamkeit eine Rolle.
Weil diese Muster zu einem Teil erlernt sind, kann das Gehirn sie auch wieder umlernen – genau hier setzt die Behandlung an.
Die Beschwerden sind real und nicht eingebildet. Ältere Begriffe wie „psychogen" oder „Hysterie" unterstellen eine rein seelische Verursachung, über die das heutige Verständnis hinausgeht; der Begriff „Konversionsstörung" wird in aktuellen Klassifikationen zunehmend durch „Funktionelle Neurologische Störung" ersetzt. FNS kann Menschen jeden Alters treffen und den Alltag erheblich einschränken.
Häufig Gar nicht selten – ein regelmäßiges Bild in neurologischen Praxen und Kliniken.
Real Körperlich echte Symptome mit einer Störung der Nervensystem-Funktion.
Behandelbar Wirksame, auf die Beschwerden abgestimmte Therapien stehen zur Verfügung; eine frühe Diagnose verbessert die Aussichten.
Weil FNS noch nicht überall gleich bekannt ist, lohnt sich der Weg zu einer spezialisierten Anlaufstelle. Unsere wachsende, filterbare Übersicht bündelt Kliniken, Sprechstunden und Praxen mit Erfahrung bei FNS an einem Ort.
Kliniken & Sprechstunden · Reha & stationäre Angebote · Praxen (Physio/Ergo/Logo) · filterbar nach Bundesland · Deutschland, Schweiz & Österreich
Zu den Kliniken & Anlaufstellen →FNS zeigt sich sehr unterschiedlich. Häufig treten mehrere Beschwerden gemeinsam auf; sie können schwanken oder plötzlich auftreten.
Anfallsartige Zustände (dissoziative Anfälle), die epileptischen Anfällen ähneln, aber andere Ursachen haben.
Zittern (Tremor), Verkrampfungen (Dystonie), Zuckungen oder Störungen des Gangbildes.
Funktionelle Schwäche oder Lähmung von Armen, Beinen oder einer Körperseite.
Taubheitsgefühle, Kribbeln, verändertes Empfinden oder Seh- und Sprechstörungen.
Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, „Brain Fog", Erschöpfung.
Schwindel, Benommenheit und Beschwerden des autonomen Nervensystems.
FNS wird heute aktiv festgestellt – nicht nur durch Ausschluss. Fachärztinnen und -ärzte für Neurologie erkennen typische positive klinische Zeichen (z. B. das Hoover-Zeichen oder charakteristische Tremor-Muster). Eine frühe, klare Diagnose ist ein wichtiger erster Schritt.
Mehr zu Ursachen & Diagnose →FNS ist behandelbar. Wirksam ist meist ein multidisziplinärer Ansatz – abgestimmt auf die Beschwerden, etwa spezialisierte Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie psychotherapeutische Unterstützung. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich; eine frühe Diagnose und das Verständnis für die Erkrankung sind wichtige Bestandteile der Therapie.
Mehr zur Behandlung →Kurze, wissenschaftlich fundierte Antworten auf Fragen, die uns immer wieder begegnen.
Nein. Die Beschwerden bei FNS sind real. Das Nervensystem ist nicht strukturell geschädigt, aber die Verarbeitung von Signalen zwischen Gehirn und Körper läuft verändert ab. FNS ist eine anerkannte eigenständige Diagnose (ICD-11: 6B60). Seelische Belastungen können eine Rolle spielen, müssen es aber nicht – „funktionell" bedeutet nicht „eingebildet".
Eine Garantie gibt es nicht, aber die Beschwerden können sich deutlich bessern und teils ganz zurückgehen. Wichtig sind eine positiv gestellte, gut erklärte Diagnose und eine passende, auf FNS spezialisierte Behandlung. Eine frühe Diagnose ist sinnvoll – vor allem, weil sie eine zermürbende Ursachensuche beendet und früher den Weg zur richtigen Behandlung öffnet. Sie ist aber kein Muss: Auch lang bestehende Beschwerden können sich noch bessern, eine lange Krankheitsdauer bedeutet nicht, dass es „zu spät" wäre. Mehr dazu im Beitrag Prognose bei FNS.
Nicht durch bloßes Ausschließen anderer Erkrankungen, sondern über positive klinische Zeichen (etwa das Hoover-Zeichen oder das Entrainment). Das betont auch die aktuelle DGN-Leitlinie von 2026. FNS ist also etwas, das man aktiv feststellen kann.
Meist eine transdisziplinäre Kombination – aktive Physiotherapie, bei Bedarf Psychotherapie sowie Ergo- oder Logopädie, abgestimmt auf die individuellen Beschwerden. Ein Medikament gegen die Grundstörung selbst gibt es nicht. Wichtig ist eine mit FNS erfahrene Begleitung.
Nein, eher im Gegenteil: FNS ist häufiger, als viele glauben. Verlässliche Zahlen speziell für Deutschland fehlen zwar; internationalen Schätzungen zufolge machen funktionelle Störungen aber etwa 5 bis 15 % der Patient:innen in neurologischen Kliniken aus. Bekannt ist die Erkrankung trotzdem wenig.
Weil sich die FNS-Behandlung von klassischen Ansätzen unterscheidet, lohnt der Weg zu einer spezialisierten oder erfahrenen Stelle. Eine wachsende Übersicht von Kliniken, Zentren und Praxen findest du auf unserer Seite Kliniken & Praxen.
Verständliche, evidenzbasierte Beiträge zu den wichtigsten Fragen rund um FNS – tippe auf ein Thema.
Wie FNS festgestellt wird – die positive Diagnose an typischen Zeichen – und woher sie kommt.
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Physiotherapie, Psychotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Reha – gut untersuchte Bausteine.
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Warum es keine „spezielle FNS-Physio" gibt – Therapie aber trotzdem wirkt. Mit Schluckstörungen.
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Körper und Psyche gehören zusammen – „psychisch" heißt nicht „eingebildet".
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Mobbing in Krankheits- & Selbsthilfegruppen – gruppendynamisch erklärt, mit Quellen.
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„Wird das wieder?" Kein Schicksal, keine Einbahnstraße – was den Verlauf beeinflusst.
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Von alltäglich bis zu dissoziativen Anfällen – und ein Trauma muss nicht dahinterstecken.
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Erste Hilfe bei funktionellen Anfällen: ruhig bleiben, sichern, dableiben – und wann der Notruf zählt.
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Wenn aus „Wir finden nichts" ein Kreislauf aus Enttäuschung und immer weiterer Suche wird.
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Rollstuhl, Schiene, Halskrause: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
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Schwerbehinderung und GdB, Pflegegrad, Beruf und Beratungsstellen wie VdK und EUTB.
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Was der Begriff leistet, warum er wichtig ist – und wo der Vorwurf ins Leere geht.
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Krankheitsgewinn und Identität – ohne Schuld erklärt, und was wirklich heilt.
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Warum Annehmen kein Aufgeben ist, wo Akzeptanz heilt – und wo sie kippt.
Weiterlesen →Regelmäßig ausgewählte Links zu Fachbeiträgen, Studien, Videos und hilfreichen Quellen rund um FNS.
Die neue DGN-Leitlinie 2026 kehrt ein altes Missverständnis um: FNS wird nicht mehr „per Ausschluss" festgestellt, sondern über positive klinische Zeichen – und klar behandelt.
Ganzen Beitrag lesen →Die neuesten internationalen Studien (2024–2026) zeichnen ein klares Bild: FNS ist real, im Gehirn fassbar und behandelbar – kein „nichts gefunden, also eingebildet".
Ganzen Beitrag lesen →Fachgesellschaft mit FNS-Navigator, Informationen zu Krankheitsbildern und Netzwerkarbeit.
Bericht über einen Vortrag von PD Dr. Stoyan Popkirov zu Diagnose und Behandlung von FNS – für Fachpersonen.
Wissenschaftliche Arbeiten unseres Fachbeirats zu funktioneller kognitiver Störung und dissoziativen Anfällen – vollständige, laufend aktualisierte Liste.
Verständliche Gespräche, Vorträge und Folgen rund um FNS – zum Anhören und Ansehen. Alle Quellen stammen aus Kliniken, Fachgesellschaften oder seriösen Medien.
Für Betroffene & Angehörige
Fachlich & englischsprachig
Seriöse, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Funktionellen Neurologischen Störungen – deutsch- und englischsprachig.
Damit aus dem Netzwerk ein tragfähiger Bundesverband wird, brauchen wir Menschen vor Ort: Vertreter:innen für die einzelnen Bundesländer und – wo möglich – auch für Landkreise und Städte. Als Ansprechpartner:in bist du Anlaufstelle für Betroffene in deiner Region, bündelst Informationen und hältst Kontakt zur Initiative.
Ob du eine ganze Region übernehmen möchtest oder erst einmal unverbindlich anfragst – wir freuen uns über jede Meldung.
Im Zuge des Aufbaus möchten wir außerdem regionale Vernetzung und Begegnung vor Ort ermöglichen – dort, wo sich Menschen finden.
Der Aufbau läuft Schritt für Schritt – erste Ansprechpartnerinnen sind bereits da:
Für alle weiteren Bundesländer, Landkreise und Städte suchen wir Menschen vor Ort. Werde erste:r Ansprechpartner:in in deiner Region – jetzt melden →
Uns ist wichtig, dass es menschlich und inhaltlich passt: Schau dich am besten zunächst in Ruhe hier auf der Seite um, ob du dich mit unseren Inhalten und unserer wissenschaftsorientierten Haltung identifizieren kannst. Vor einer Aufnahme in die Liste führen wir immer ein persönliches Erstgespräch – so lernen wir uns gegenseitig kennen.
Melde dich einfach über das Kontaktformular – mit deiner Region im Text.
Gute FNS-Versorgung ist transdisziplinär – das zeigen alle aktuellen Leitlinien: Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik, Psychotherapie und Neuropsychologie, Physio-, Ergo- und Logopädie greifen ineinander, häufig koordiniert über die Hausarztpraxis und ergänzt durch Pflege und Soziale Arbeit. Genau dieses Zusammenspiel möchte das Netzwerk FNS fördern.
Uns geht es dabei nicht darum, Wissen nur in eine Richtung weiterzugeben. Betroffene und Angehörige bringen wertvolles Erfahrungswissen mit, Fachpersonen ihr Fachwissen – beides gehört zusammen. Das Netzwerk versteht sich als Ort, an dem beide Seiten miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und sich vernetzen. Als Brücke – ergänzend zur wissenschaftlichen Fachgesellschaft AG FNS e. V. und zu bestehenden Angeboten, nicht in Konkurrenz zu ihnen.
Fachpersonen aller genannten Berufsgruppen sind herzlich eingeladen, sich einzubringen – mit ihrer Erfahrung, ihrem Rat und als Multiplikator:innen. Erste erfahrene Fachpersonen begleiten uns bereits in unserem Fachbeirat.
Hinweis: Das Netzwerk FNS ist ein Patientennetzwerk und leistet selbst keine medizinische Beratung oder Behandlung. Die Mitwirkung dient dem gegenseitigen Austausch, der Aufklärung und der Vernetzung.
Ob als Betroffene:r, Angehörige:r, Fachperson oder Förderer – Ihr Engagement hilft, den gemeinnützigen Bundesverband Netzwerk FNS aufzubauen und die Versorgung zu verbessern.
Ein paar Worte dazu, wie wir hier miteinander umgehen – sachlich, wertschätzend und ohne medizinische Ferndiagnosen. Bitte kurz lesen.
Bitte lesen (Hinweise) →Bei akuter Krise oder lebensmüden Gedanken bist du nicht allein – wende dich sofort an:
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Unser A6-Flyer zum Ausdrucken, Auslegen und Weitergeben – ideal für Praxen, Kliniken, Wartezimmer oder Selbsthilfe-Kontaktstellen.
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