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Einordnung

FNS und soziale Medien

Was der Tic-Ausbruch ab 2019 gezeigt hat – und woran man gute Gruppen erkennt

Ab 2019 kamen in Spezialambulanzen plötzlich auffällig viele Jugendliche mit tic-artigen Symptomen an – und zwar mit denselben. Forschende führten das auf Videos in sozialen Medien zurück und prägten dafür einen neuen Begriff. Was daraus folgt, was nicht daraus folgt – und welche Maßstäbe für Online-Communitys sich daraus ableiten lassen.

Das Wichtigste zuerst

  • Ab 2019 stiegen die Überweisungen wegen funktioneller Tics um das Zehn- bis Zwanzigfache.5
  • Ein Team der MHH führte das auf Symptomvideos zurück und prägte den Begriff „mass social media-induced illness“.1
  • Die Symptome waren real und unwillkürlich – keine Nachahmung aus Absicht.
  • Die Prognose war gut: In einer Nachbeobachtung berichteten 82 % eine Besserung.5
  • Das betraf eine Symptomform, nicht FNS insgesamt. Fachleute warnen ausdrücklich vor Vereinfachung.8
Übersicht zum Anstieg funktioneller tic-artiger Symptome ab 2019: Zahlen zur Zunahme der Überweisungen, Einordnung was der Ausbruch war und was nicht, sowie Gegenüberstellung hilfreicher und problematischer Aspekte sozialer Medien.
Die Zahlen stammen aus internationalen Spezialambulanzen und beziehen sich auf funktionelle Tics.

Was passiert ist

2019 startete ein junger Mann mit einer milden Form des Tourette-Syndroms einen YouTube-Kanal, auf dem er seine Tics dokumentierte. Der Kanal wurde einer der erfolgreichsten in Deutschland. Kurz darauf tauchten in der Tourette-Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover Jugendliche auf, deren Symptome nicht zu einem Tourette-Syndrom passten: Sie begannen abrupt statt schleichend, waren theatralisch, betrafen vor allem komplexe Bewegungen und Lautäußerungen – und sie glichen einander auffällig.1

Kirsten Müller-Vahl und ihr Team beschrieben den Zusammenhang 2021 in der Fachzeitschrift Brain. Es sei der erste Ausbruch einer Massenerkrankung, der sich ausschließlich über soziale Medien verbreitet habe – anders als alle bis dahin bekannten Fälle, die persönlichen Kontakt voraussetzten. Sie schlugen dafür den Begriff mass social media-induced illness vor und identifizierten den Kanalbetreiber als „virtuellen Indexfall“.1

Eine prospektive Untersuchung an 32 Betroffenen bestätigte das Bild: Das mittlere Alter lag bei 18 Jahren, komplexe Bewegungen und Lautäußerungen überwogen die einfachen um das Neunfache, und die Symptome überschnitten sich weitgehend mit denen, die der YouTuber zeigte.2 Das Phänomen trat parallel in Großbritannien, den USA, Dänemark, Frankreich, Kanada, Italien und Australien auf.

Die Zahlen

Wie groß der Anstieg war, zeigen Auswertungen aus Spezialambulanzen. Ein Zentrum in Calgary verglich neue Fälle mit historischen Daten aus dem eigenen Register: Der Anteil der Überweisungen wegen rasch einsetzender tic-artiger Symptome stieg etwa um das Zehnfache – von 1 bis 5 % auf 20 bis 35 %. Alle Kliniken im Register meldeten einen deutlichen Anstieg, auch jene, deren Überweisungszahlen insgesamt gleich blieben oder sanken.3,4 Eine Zusammenschau aus acht Tourette-Ambulanzen weltweit sprach von einem zehn- bis zwanzigfachen Anstieg neuer Überweisungen.5

Zur Einordnung: Funktionelle tic-artige Symptome galten bis dahin als seltene Form – sie machten etwa 2 bis 5 % aller funktionellen neurologischen Störungen aus.2

Wie es weiterging

Die Nachbeobachtungen fielen überwiegend günstig aus. In einer US-amerikanischen Untersuchung an 29 Kindern und Jugendlichen berichteten 82 % beim letzten Kontakt eine Besserung seit der Diagnose.5 Eine prospektive Studie aus Calgary mit 83 Betroffenen zeigte einen statistisch deutlichen Rückgang der Symptomschwere nach sechs und nochmals nach zwölf Monaten.6

Bemerkenswert dabei: Viele besserten sich auch ohne spezifische Behandlung. Das spricht dafür, dass hier tatsächlich etwas anderes vorlag als bei länger bestehenden funktionellen Störungen – und dass der auslösende Kontext eine große Rolle spielte.

Was daraus folgt – und was nicht

Was es war

Ein zeitlich begrenzter Anstieg bei einer Symptomform, ausgelöst durch eine besondere Konstellation: massenhaft verfügbare Symptomvideos, Pandemie, Isolation, hohe Bildschirmzeit bei Jugendlichen. Die Betroffenen waren tatsächlich krank. Ihre Symptome waren real und nicht steuerbar.

Was es nicht war

Kein Beleg dafür, dass FNS insgesamt eine Modeerscheinung wäre. Kein Beleg für Vortäuschung. Und keine Erklärung, die auf alle Betroffenen zutrifft.

Diese Zurückhaltung findet sich auch bei den Forschenden selbst. In einer späteren Arbeit derselben Gruppe heißt es, der Anstieg werde zwar mit tic-bezogenen Inhalten in sozialen Medien in Verbindung gebracht, weitere Faktoren beförderten das Phänomen jedoch zusätzlich.7 Eine Übersichtsarbeit fasst es als Zusammenwirken von prädisponierenden Faktoren, der psychischen Belastung durch die Pandemie und sozialen Medien.8 Bei vielen Betroffenen bestanden bereits vorher Angst oder Depression. Soziale Medien lieferten die Form der Symptome, nicht zwangsläufig ihre Ursache.

Warum diese Unterscheidung wichtig ist: „Das kommt doch alles von TikTok“ ist eine bequeme Erklärung – und sie trifft Menschen mit FNS an ihrer empfindlichsten Stelle. Wer seit Jahren mit einer Lähmung oder mit Anfällen lebt, hat mit diesem Ausbruch nichts zu tun. Der Befund betraf eine bestimmte Symptomform in einem bestimmten Zeitfenster.

Auch das Konzept selbst ist umstritten

So einleuchtend die These klingt – sie ist in der Fachwelt nicht unwidersprochen. Bereits kurz nach der Veröffentlichung erschien in Brain ein Leserbrief, der vor den Folgen der Begriffswahl für Forschung, Versorgung und Interessenvertretung warnte; die Autor:innen antworteten mit einer Erwiderung.11 Kritisiert wird unter anderem, das Konzept könne das Stereotyp verfestigen, Tics seien willentliche, aufmerksamkeitssuchende Verhaltensweisen, und Menschen mit Tic-Störungen zusätzlicher negativer Beobachtung aussetzen. Berichtet wird zudem, dass Betroffene aus Sorge vor negativen Reaktionen zögern, ihre Nutzung von Online-Communitys gegenüber Behandelnden überhaupt zu erwähnen.10 Wo ein Erklärungsmodell dazu führt, dass Menschen etwas verschweigen, schadet es der Behandlung.

Hinzu kommt, dass in der Fachliteratur für dieselben Beobachtungen mehrere Erklärungsmodelle nebeneinander diskutiert werden – neben der Ansteckung über soziale Medien auch Modelle, die von bewusst erzeugten Symptomen ausgehen.9 Welches Modell im Einzelfall zutrifft, ist damit gerade nicht geklärt.

Aufmerksam lesen sollte man auch die Ursprungsarbeit selbst. In Kirsten Müller-Vahls Beitrag in Brain (2022) steht neben den klinischen Befunden eine kulturkritische Deutung: Die Symptome ließen sich als Ausdruck einer kulturgebundenen Stressreaktion der postmodernen Gesellschaft verstehen, die die Einzigartigkeit des Einzelnen betone und dessen angebliche Außergewöhnlichkeit wertschätze – wodurch aufmerksamkeitssuchendes Verhalten gefördert und die permanente Identitätskrise des modernen Menschen verstärkt werde.1

Das ist keine empirische Feststellung, sondern eine Deutung – und sie trägt Wertungen in sich, die Betroffene als abwertend erleben können. Man kann die klinischen Beobachtungen dieser Arbeit für überzeugend halten und diese Passage trotzdem kritisch sehen. Beides gehört zur ehrlichen Lektüre.

Der schmale Grat: Wenn Symptome ansteckend wirken

Der Mechanismus dahinter ist nicht neu und nichts Verwerfliches. Das Gehirn lernt Bewegungsmuster durch Beobachtung – so lernen wir gehen, sprechen, gestikulieren. Bei funktionellen Störungen kann derselbe Mechanismus zum Problem werden: Ein häufig gesehenes Symptom wird zur Vorlage.

Das erklärt, warum ausgerechnet Symptomvideos heikel sind – auch wenn sie in bester Absicht geteilt werden. Und es erklärt, warum Fachleute davon abraten, in Gruppen ausführlich Anfallsvideos oder detaillierte Symptomschilderungen zu teilen, so verständlich der Wunsch nach Austausch auch ist.

Was daraus für Online-Gruppen folgt

Soziale Medien und Online-Selbsthilfe sind bei FNS nicht das Problem – sie sind oft der einzige Ort, an dem Betroffene überhaupt Verständnis und Informationen finden. Es gibt zu wenige spezialisierte Anlaufstellen, und viele Menschen warten Jahre auf eine Diagnose.

Umso wichtiger ist die Frage, woran man eine Gruppe erkennt, die guttut – und woran eine, die schadet. Weil das über dieses Thema hinausgeht, haben wir dazu einen eigenen Beitrag: Selbsthilfe: Wann sie hilft, wann sie schadet. Dort stehen konkrete Merkmale, an denen sich das festmachen lässt.

Ein Mechanismus gehört aber schon hierher, weil er in sozialen Medien besonders stark wirkt: Die Glaubwürdigkeit des Absenders färbt auf die Glaubwürdigkeit der Inhalte ab. Je glaubwürdiger eine Quelle erscheint, desto glaubwürdiger wird eine Gesundheitsinformation eingeschätzt – unabhängig davon, wie belastbar sie tatsächlich ist.12 Auf Plattformen, die Reichweite sichtbar machen, wirkt eine hohe Followerzahl damit selbst wie ein Qualitätsmerkmal. Das ist sie nicht.

Ein Punkt gehört aber schon hierher, weil er unmittelbar mit dem Tic-Ausbruch zu tun hat: Symptomvideos sind heikel – auch wenn sie in bester Absicht geteilt werden. Das Gehirn lernt Bewegungsmuster durch Beobachtung, und bei funktionellen Störungen kann ein häufig gesehenes Symptom zur unbewussten Vorlage werden.

Fazit

Der Tic-Ausbruch ab 2019 ist ein gut dokumentierter Sonderfall – und ein Lehrstück. Er zeigt, dass Symptome sich über Bildschirme verbreiten können, ohne dass jemand etwas vortäuscht. Er zeigt auch, dass solche Verläufe oft wieder abklingen.

Was er nicht zeigt: dass FNS eine Interneterscheinung wäre. Diese Verkürzung ist bequem, falsch und für Betroffene schädlich.

Bleibt die praktische Lehre: Online-Austausch ist für viele Menschen mit FNS unverzichtbar. Er wirkt aber nur dann hilfreich, wenn er belegt, moderiert und offen ist – und wenn er zur fachlichen Versorgung hinführt statt von ihr weg.

Quellen

  1. Müller-Vahl KR, Pisarenko A, Jakubovski E, Fremer C (2022): Stop that! It’s not Tourette’s but a new type of mass sociogenic illness. Brain 145(2):476–480. doi:10.1093/brain/awab316. Erstbeschreibung eines Ausbruchs, der sich ausschließlich über soziale Medien verbreitete; Vorschlag des Begriffs „mass social media-induced illness“; Identifikation eines „virtuellen Indexfalls“. Enthält zudem eine kulturkritische Deutung mit wertenden Formulierungen. doi.org ↗
  2. Müller-Vahl KR et al. (2022): Mass social media-induced illness presenting with Tourette-like behavior. Frontiers in Psychiatry 13:963769. doi:10.3389/fpsyt.2022.963769. Prospektive Untersuchung von 32 Betroffenen zwischen Mai und September 2021 (Mittelwert 20,1 Jahre, Median 18, Spanne 11–53); komplexe Bewegungen und Lautäußerungen neunfach häufiger als einfache Symptome. Dort auch die Angabe, dass funktionelle tic-artige Symptome zuvor als seltene Form galten und etwa 2 bis 5 % aller funktionellen neurologischen Störungen ausmachten. doi.org ↗
  3. Pringsheim T, Ganos C, McGuire JF, Hedderly T, Woods D, Gilbert DL et al. (2021): Rapid onset functional tic-like behaviors in young females during the COVID-19 pandemic. Movement Disorders 36(12):2707–2713. doi:10.1002/mds.28778.
  4. Pringsheim T, Martino D (2021): Rapid onset of functional tic-like behaviours in young adults during the COVID-19 pandemic. European Journal of Neurology 28(11):3805–3808. doi:10.1111/ene.15034. Vergleich mit historischen Daten des Calgary Tic Disorders Clinical Registry; Anstieg des Anteils entsprechender Überweisungen von 1–5 % auf 20–35 %.
  5. Outcome in Pediatric Functional Tic Disorders Diagnosed During the COVID-19 Pandemic. The Journal of Neuropsychiatry and Clinical Neurosciences. doi:10.1176/appi.neuropsych.20220186. Auswertung von 29 pädiatrischen Fällen zwischen März 2020 und Dezember 2021; 82 % berichteten beim letzten Kontakt mindestens eine Besserung seit der Diagnose. Die Arbeit verweist zudem auf eine Zusammenschau aus acht Tourette-Ambulanzen weltweit mit einem zehn- bis zwanzigfachen Anstieg neuer Überweisungen während der Pandemie. doi.org ↗
  6. Nilles C, Martino D, Pringsheim T et al. (2023): Prospective follow-up study of youth and adults with onset of functional tic-like behaviours during the COVID-19 pandemic. Prospektive Nachbeobachtung von 83 Betroffenen an der University of Calgary bis April 2023; signifikanter Rückgang der Symptomschwere (Yale Global Tic Severity Scale) nach sechs und nochmals nach zwölf Monaten. PubMed ↗
  7. Müller-Vahl KR et al. (2023): What distinguishes patients with mass social media-induced illness presenting with Tourette-like behavior from those with Tourette syndrome? Results of a prospective cohort study. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience. doi:10.1007/s00406-023-01603-z. Dort die Einordnung, dass der Anstieg zwar mit tic-bezogenen Inhalten in sozialen Medien in Verbindung gebracht wird, weitere Faktoren das Phänomen jedoch zusätzlich befeuern. doi.org ↗
  8. Martindale JM, Mink JW (2022): The Rise of Functional Tic-Like Behaviors – What Do the COVID-19 Pandemic and Social Media Have to Do With It? A Narrative Review. Frontiers in Pediatrics 10:863919. doi:10.3389/fped.2022.863919. Zur multifaktoriellen Einordnung: Zusammenwirken von prädisponierenden Faktoren, psychischer Belastung durch die Pandemie und sozialen Medien. doi.org ↗
  9. Giedinghagen A (2023): The tic in TikTok and (where) all systems go – Mass social media induced illness and Munchausen’s by internet as explanatory models for social media associated abnormal illness behavior. Clinical Child Psychology and Psychiatry 28(1). doi:10.1177/13591045221098522. Diskutiert zwei Erklärungsmodelle nebeneinander. doi.org ↗
  10. Zur publizierten Kontroverse: In Brain erschien ein Leserbrief unter dem Titel „A call for caution – ‚stop that‘ sentiments threaten tic research, healthcare and advocacy progress“, auf den Müller-Vahl KR, Pisarenko A, Jakubovski E und Fremer C mit einer Erwiderung antworteten: Brain 2022;145(4):e21–e23. doi:10.1093/brain/awac029. Die Kritik richtete sich gegen mögliche Folgen der Begriffswahl für Forschung, Versorgung und Interessenvertretung bei Tic-Störungen. doi.org ↗
  11. Exploring Empowerment in Online Support Communities for People Living With Tic Disorders and Tourette Syndrome – Qualitative Survey Study of User Experiences. JMIR Formative Research 2025;9:e66912. Dort der Hinweis, dass andere Forschende Bedenken gegenüber der Theorie erhoben haben, da sie das Stereotyp verfestigen könne, Tics seien willentliche, aufmerksamkeitssuchende Verhaltensweisen, und Menschen mit Tic-Störungen zusätzlicher negativer Beobachtung aussetze – Menschen, die ohnehin an der Legitimität ihrer eigenen Beschwerden zweifeln. Dort auch der Befund, dass Teilnehmende zögern, ihre Nutzung von Online-Communitys gegenüber Behandelnden zu erwähnen. formative.jmir.org ↗
  12. Westerwick A (2013): Effects of Sponsorship, Web Site Design, and Google Ranking on the Credibility of Online Information. Journal of Computer-Mediated Communication 18(2):194–211. Zum Befund, dass mit der Glaubwürdigkeit des Absenders auch die zugeschriebene Glaubwürdigkeit der Gesundheitsinformation steigt. academic.oup.com ↗
Zur Quellenlage – in eigener Sache:

Die Forschung zu diesem Phänomen ist jung und stammt überwiegend aus wenigen Spezialambulanzen. Die Fallzahlen sind klein (29 bis 83 Personen). Die Zuordnung zu sozialen Medien beruht auf zeitlichen Zusammenhängen und Symptomähnlichkeiten – nicht auf einem experimentellen Nachweis. Vier der zehn hier zitierten Quellen (1, 2, 7 sowie in Teilen 5) stammen aus der Arbeitsgruppe um Kirsten Müller-Vahl an der Medizinischen Hochschule Hannover beziehungsweise beziehen sich unmittelbar auf deren Konzept. Das ist bei einem neuen Forschungsfeld nicht ungewöhnlich, heißt aber: Es handelt sich nicht um unabhängig gewonnene Bestätigungen.

Das Konzept selbst ist fachlich umstritten. Und die Ursprungsarbeit von Müller-Vahl und Kolleg:innen in Brain enthält neben den klinischen Befunden eine kulturkritische Deutung mit wertenden Formulierungen – unter anderem von „angeblicher Außergewöhnlichkeit“ und „aufmerksamkeitssuchendem Verhalten“. Das ist ein erkennbarer Standpunkt, kein Messergebnis. Wir geben beides wieder, weil beides zur Quellenlage gehört.

Gut belegt ist dagegen: Der Anstieg fand statt, die Symptome waren real und unwillkürlich, und die Verläufe besserten sich überwiegend.

Zur Autorin

Annette Gabriele Unverzagt

Journalistin mit 31 Jahren Berufserfahrung, ausgebildete Wissenschaftsjournalistin. Sie ist selbst von einer Funktionellen Neurologischen Störung betroffen und hat das Netzwerk FNS gegründet, weil verlässliche Informationen zu FNS im deutschsprachigen Raum schwer zu finden sind. Für diese Website recherchiert sie Fachliteratur, ordnet sie ein und legt offen, wo die Datenlage begrenzt ist.

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Stand: August 2026. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei neu auftretenden Symptomen ist eine fachärztliche Abklärung wichtig – auch dann, wenn ein Zusammenhang mit Medienkonsum naheliegt.

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