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Behandlung

Medikamente bei FNS

Was die Studienlage hergibt und was nicht

Nach der Diagnose kommt oft die Frage, ob es etwas zum Einnehmen gibt. Die Antwort fällt unterschiedlich aus, je nachdem, worauf ein Medikament zielen soll.

Die kurze Antwort

Für FNS selbst ist kein Medikament zugelassen, und es gibt bislang keinen belastbaren Nachweis, dass ein Wirkstoff die funktionellen Symptome verringert. Medikamente werden eingesetzt, um Begleiterkrankungen, Schlaf und Schmerz zu behandeln. Das kann viel wert sein, betrifft aber eine andere Zielgröße.

Der Stand der Forschung

Eine Übersicht über systematische Übersichtsarbeiten, 2025 im Journal of Neurology erschienen, wertete 17 Arbeiten zu Behandlungsformen bei FNS aus. Belege fanden sich für kognitive Verhaltenstherapie bei dissoziativen Anfällen und für spezialisierte Physiotherapie bei funktionellen Bewegungsstörungen. Für medikamentöse Ansätze reichte die Datenlage nicht aus.1

Eine Arbeit zur praktischen Behandlung aus demselben Jahr formuliert es so: Ein überzeugender Beleg dafür, dass eine medikamentöse Behandlung FNS-Symptome verringert, liegt derzeit nicht vor. Die Autoren empfehlen, vor jeder Verordnung zu klären, worauf sie zielt – auf eine begleitende psychische Erkrankung, auf Schmerzen, auf den Schlaf – und offen zu sagen, dass eine Wirkung auf die funktionellen Symptome selbst nicht zu erwarten ist.2

Verordnet wird trotzdem viel. Eine Auswertung aus einem Londoner Versorgungsregister verglich 322 Menschen mit motorischer FNS mit 644 psychiatrischen Kontrollpatienten desselben Klinikverbunds. Der Anteil derjenigen, die überhaupt Medikamente erhielten, lag in der FNS-Gruppe etwas niedriger als in der Kontrollgruppe: 76,6 gegenüber 83,4 Prozent.3

Wer Medikamente bekam, bekam allerdings mehr davon. In der FNS-Gruppe waren es im Mittel 4,7 verschiedene Wirkstoffe, in der Kontrollgruppe 2,9. Höher lagen in der FNS-Gruppe insbesondere die Verordnungsraten für Antidepressiva, Antiepileptika und Schmerzmittel.3

Die Zahlen beschreiben, was verordnet wird, nicht was hilft. Sie stammen aus einem psychiatrischen Versorgungsregister, also aus einem Ausschnitt, in dem eher schwerer Betroffene erfasst sind.

Warum meist die Verhaltenstherapie genannt wird

In Übersichtsarbeiten steht die kognitive Verhaltenstherapie im Vordergrund, weil dort die größten Studien liegen. Das sagt etwas über den Forschungsstand aus, nicht darüber, welches Verfahren im Einzelfall passt.

Psychodynamische Verfahren sind bei FNS ebenfalls untersucht, in kleineren Arbeiten. Dazu zählen die psychodynamisch-interpersonelle Therapie bei dissoziativen Anfällen und die intensive psychodynamische Kurzzeittherapie. Ein Teil dieser Untersuchungen ist unkontrolliert, also ohne Vergleichsgruppe durchgeführt.17

Eine Nachuntersuchung aus Sheffield begleitete 47 Menschen mit dissoziativen Anfällen nach psychodynamisch-interpersoneller Therapie über im Mittel gut vier Jahre. Zum Nachuntersuchungszeitpunkt waren 25,5 Prozent anfallsfrei, bei weiteren 40,4 Prozent hatte sich die Anfallshäufigkeit um mehr als die Hälfte verringert. Auch die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen ging zurück. Eine Kontrollgruppe gab es nicht, die Autoren fordern deshalb eine randomisierte Untersuchung.18

2026 erschien eine erste randomisierte Pilotstudie zu psychodynamischer Kurzzeittherapie beim gesamten FNS-Spektrum. Verglichen wurden zwölf wöchentliche Sitzungen zusätzlich zur üblichen Versorgung mit der üblichen Versorgung allein. Berichtet werden Verbesserungen bei Depression, Angst und Beeinträchtigung; die Autoren geben eine Anzahl notwendiger Behandlungen von 2,0 an und empfehlen bestätigende Studien an mehreren Zentren.19

Untersucht sind überwiegend Kurzzeitformate – zwölf Sitzungen, drei Sitzungen, kurze augmentierte Verfahren. Das liegt daran, dass sich solche Formate leichter in Studien abbilden lassen, nicht daran, dass längere Therapien geringere Aussichten hätten. Zu tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie im Umfang, wie sie in Deutschland üblicherweise bewilligt wird, liegen für FNS keine kontrollierten Untersuchungen vor. Diese Frage ist offen, nicht beantwortet.

Dass ein Verfahren weniger untersucht ist, heißt nicht, dass es weniger wirkt. Welches Verfahren trägt, hängt auch davon ab, was jemand mitbringt und woran gearbeitet werden soll.

Dissoziative Anfälle: eine Pilotstudie

Zu funktionellen Anfällen gibt es eine randomisierte, placebokontrollierte Untersuchung. LaFrance und Kollegen behandelten 38 Personen zwölf Wochen lang mit Sertralin oder Placebo. In der Sertralin-Gruppe sank die Anfallshäufigkeit um 45 Prozent, in der Placebogruppe stieg sie um 8 Prozent.4

Diese Zahlen werden gelegentlich als Beleg zitiert. Die genauere Betrachtung fällt zurückhaltender aus: Nur 26 der 38 Teilnehmenden schlossen die Studie ab, und die Ausgangshäufigkeiten unterschieden sich zwischen den Gruppen deutlich. Nach rechnerischem Ausgleich dieser Unterschiede blieb ein Trend zugunsten von Sertralin, aber kein statistisch gesicherter Unterschied. Die kritische Bewertung kommt zu dem Schluss, dass die Datenlage für eine Empfehlung nicht ausreicht.5

In einer Folgeuntersuchung mit vier Behandlungsarmen – Sertralin allein, Verhaltenstherapie allein, beides kombiniert, übliche Behandlung – zeigten die Arme mit Verhaltenstherapie die deutlicheren Verbesserungen.6

Antiepileptika sind bei dissoziativen Anfällen ohne begleitende Epilepsie nicht angezeigt. Sie wirken nicht auf das Geschehen und bringen Nebenwirkungen mit. Ein Ausschleichen gehört in ärztliche Begleitung.

Depersonalisation und Derealisation

Hier ist die Erwartung an Medikamente besonders hoch, weil die Zustände als schwer beeinflussbar erlebt werden. Eine systematische Übersicht fand vier randomisierte Studien mit zusammen 180 Teilnehmenden.7

Zwei davon untersuchten Lamotrigin: In einer zeigte sich ein Effekt, in der anderen nicht. Fluoxetin unterschied sich in einer randomisierten Studie nicht von Placebo; ein Hinweis auf besseres Ansprechen fand sich bei Teilnehmenden mit begleitender Angsterkrankung. Auch Biofeedback zeigte keinen Unterschied zur Kontrollbedingung.

Naltrexon wird in Betroffenenkreisen häufig genannt. Die Grundlage dafür sind offene Studien ohne Kontrollgruppe: In einer davon zeigten vier von zwölf Teilnehmenden eine deutliche Besserung, im Mittel lag die Symptomreduktion bei etwa 30 Prozent.8 Ohne Vergleichsgruppe lässt sich nicht sagen, welcher Anteil davon auf den Wirkstoff zurückgeht.

Als alleinige Behandlung gilt Lamotrigin nach heutigem Stand nicht als wirksam. Zur Kombination mit einem SSRI liegen offene Studien mit günstigeren Ergebnissen vor.

Bei Kindern und Jugendlichen

Eine australische Auswertung beschreibt, wie Medikamente dort eingesetzt werden: 140 von 158 Kindern wurden mit einer Medikation entlassen. Antidepressiva bei 70 Prozent, Antipsychotika bei 46 Prozent, Melatonin bei 41 Prozent, dazu Mittel gegen Schmerzen und Magen-Darm-Beschwerden.9

Die Autoren beschreiben den Zweck ausdrücklich als unterstützend: das Stresssystem herunterregulieren, den Schlaf-Wach-Rhythmus ordnen, Begleiterkrankungen behandeln – damit ein Kind an der eigentlichen Behandlung teilnehmen kann.

Wofür Medikamente eingesetzt werden

Depression, Angsterkrankungen, Schlafstörungen und Schmerzen kommen bei FNS häufig gemeinsam mit den neurologischen Symptomen vor. Für ihre Behandlung gibt es eigene Leitlinien und eine eigene Datenlage.

Diese Datenlage ist allerdings selbst umstritten. Der Psychologe Michael P. Hengartner von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat die Wirksamkeitsforschung zu Antidepressiva über Jahre systematisch geprüft. Sein Befund: Der gemittelte Unterschied zu Placebo liegt unterhalb dessen, was als kleinste für Betroffene spürbare Veränderung gilt, sobald Publikations- und Berichtsverzerrungen einbezogen werden.10

In einer weiteren Arbeit rechnete er das durch: Auf den gebräuchlichen Depressionsskalen liegt der mittlere Behandlungseffekt bei ein bis fünf Punkten, während die Schwelle für eine klinisch bedeutsame Veränderung bei drei bis acht Punkten angesetzt wird.11 Als methodische Probleme nennt er unter anderem kurze Beobachtungszeiträume, häufige Entblindung durch spürbare Nebenwirkungen und die Rolle der Herstellerfinanzierung.

Diese Kritik ist nicht unwidersprochen. Sie zeigt aber, dass auch dort, wo eine eigene Datenlage besteht, nicht von einer gesicherten Wirkung ausgegangen werden kann.

Was sich daraus für ein Gespräch in der Sprechstunde ergibt, ist eine Frage: Worauf soll dieses Medikament wirken? Wenn die Antwort „auf die Angst“ oder „auf den Schlaf“ lautet, lässt sich das nach einigen Wochen überprüfen. Wenn sie „auf die FNS“ lautet, geht sie über die vorhandenen Belege hinaus.

Wer eine Studie bezahlt hat

Zu jeder Studienangabe gehört die Frage nach der Finanzierung und nach den Interessenkonflikten der Beteiligten. Diese Angaben stehen in veröffentlichten Arbeiten am Ende, oft klein gesetzt.

Wie weit das reichen kann, zeigt ein Beispiel aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zwischen 1994 und 1998 führte SmithKline Beecham, später GlaxoSmithKline, eine Untersuchung zu Paroxetin bei Jugendlichen mit Depression durch, bekannt als Studie 329. Intern hielt das Unternehmen 1998 fest, dass sich in den Hauptzielgrößen kein statistisch bedeutsamer Unterschied zu Placebo zeigte. Die 2001 veröffentlichte Fassung kam zu dem Ergebnis, das Mittel sei bei Jugendlichen wirksam und gut verträglich.12

Eine Neuauswertung der Rohdaten, 2015 im BMJ erschienen, kam zum gegenteiligen Befund und beschrieb zusätzlich Sicherheitsprobleme, die in der Erstveröffentlichung anders eingeordnet worden waren.12 2012 einigte sich das Unternehmen mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von drei Milliarden Dollar; die Bewerbung von Paroxetin für Kinder und Jugendliche, für die es nie zugelassen war, gehörte zu den Vorwürfen.13

Ein zweites Beispiel betrifft die Vermarktung selbst. Eli Lilly brachte Fluoxetin 1987 unter dem Namen Prozac auf den US-Markt. 1989 lag der Jahresumsatz bei rund 350 Millionen Dollar – mehr, als 1987 in den USA für sämtliche Antidepressiva zusammen ausgegeben worden war. 1990 war es das meistverordnete Antidepressivum des Landes mit etwa 650.000 Verordnungen im Monat. Bis 1996 hatten es über 17 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner erhalten.14

Ob sich die Häufigkeit depressiver Erkrankungen in denselben Jahren vergleichbar verändert hat, ist nicht belegt. Verändert haben sich die Grenzen der Diagnose, die Zahl der verordnenden Fachärzte und die Werbung – Eli Lilly warb später auch mit Fernsehspots direkt bei Verbrauchern.

Der Fall stammt nicht aus der FNS-Forschung. Er ist hier als Beispiel dafür aufgeführt, warum die Frage nach Finanzierung und Interessenkonflikten zu einer Studienangabe gehört. Ein einzelner Fall sagt nichts über die Zuverlässigkeit medizinischer Forschung insgesamt.

Verordnung außerhalb der Zulassung

Viele Wirkstoffe werden für etwas anderes verordnet, als sie zugelassen sind. Das ist zulässig und in manchen Bereichen unvermeidlich, weil für bestimmte Erkrankungen keine zugelassenen Mittel existieren. Es heißt aber, dass die Zulassungsbehörde für diesen Zweck weder Wirksamkeit noch Sicherheit geprüft hat.

Ein gut dokumentiertes Beispiel ist Trazodon. Der Wirkstoff ist als Antidepressivum zugelassen und wird überwiegend gegen Schlafstörungen verordnet. Eine Auswertung für die USA schätzte für 2019 rund 24 Millionen Verordnungen, von denen mindestens 85 Prozent außerhalb der Zulassung erfolgten, größtenteils wegen Schlafstörungen.15

Die Leitlinie der Amerikanischen Akademie für Schlafmedizin von 2017 rät vom Einsatz bei Ein- und Durchschlafstörungen ab und begründet das mit fehlenden Wirksamkeitsstudien und Hinweisen auf Schaden. Als erste Maßnahme empfiehlt sie eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie.16

Was sich daraus mitnehmen lässt

Eine Verordnung außerhalb der Zulassung ist kein Fehler. Sie ist ein Anlass für zwei Fragen: Wofür ist dieses Mittel zugelassen, und was ist zu erwarten? Und: Woran wäre nach einigen Wochen zu erkennen, ob es hilft?

Beide Fragen lassen sich in der Sprechstunde stellen. Sie richten sich nicht gegen die Verordnung, sondern machen überprüfbar, was sie bewirken soll.

Was dieser Text nicht leisten kann

Die zitierten Untersuchungen sind klein. Die Sertralin-Studie umfasste 38 Personen, die Übersicht zu Depersonalisation 180. Aus solchen Zahlen lässt sich ableiten, dass ein großer Effekt unwahrscheinlich ist – ein kleiner ließe sich damit nicht ausschließen.

Bestehende Medikation sollte nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Das gilt besonders für Benzodiazepine, Antiepileptika und Antidepressiva, bei denen ein abruptes Absetzen eigene Beschwerden auslösen kann.

Zusammengefasst

Für FNS selbst gibt es derzeit kein Medikament mit belegter Wirkung. Für Begleiterkrankungen, Schlaf und Schmerz gibt es sie. Der Unterschied zwischen beidem lässt sich in einem Satz erfragen: Worauf soll dieses Mittel wirken?

Weiterlesen

Zur Akutsituation: Benzodiazepine, Opiate und das Notarztteam. Zur Behandlung insgesamt: Wege zu Diagnose und Behandlung.

Quellen

  1. Treatment of functional neurological disorder – an umbrella review of systematic reviews and meta-analyses. Journal of Neurology 2025. Auswertung von 17 systematischen Übersichten. doi:10.1007/s00415-025-13449-7
  2. Functional neurological disorder – practical management. Übersichtsarbeit 2025, PMC12418456. Zur Zielbestimmung vor einer Verordnung.
  3. O'Connell N, Nicholson T, Blackman G, Tavener J, David AS (2019): Medication prescriptions in 322 motor functional neurological disorder patients in a large UK mental health service – a case control study. General Hospital Psychiatry 58:94–102. doi:10.1016/j.genhosppsych.2019.04.004
  4. LaFrance WC Jr, Keitner GI, Papandonatos GD et al. (2010): Pilot pharmacologic randomized controlled trial for psychogenic nonepileptic seizures. Neurology 75:1166–1173. 38 Teilnehmende, zwölf Wochen, Sertralin gegen Placebo.
  5. The effect of selective serotonin reuptake inhibitors on the frequency of psychogenic nonepileptic seizures – a critically appraised topic. PubMed 23269105. Zur Neuberechnung: Risikoverhältnis 0,51 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,25 bis 1,05).
  6. LaFrance WC Jr, Baird GL, Barry JJ et al. (2014): Multicenter pilot treatment trial for psychogenic nonepileptic seizures. JAMA Psychiatry. Vier Behandlungsarme.
  7. Somer E, Amos-Williams T, Stein DJ (2013): Evidence-based treatment for depersonalisation-derealisation disorder. BMC Psychology 1:20. Vier randomisierte Studien, 180 Teilnehmende. doi:10.1186/2050-7283-1-20
  8. Simeon D, Knutelska M: An open trial of naltrexone in the treatment of depersonalization disorder. Offene Studie ohne Kontrollgruppe.
  9. The adjunct role of pharmacotherapy in multimodal treatment of paediatric functional neurological disorder. PMC12311808. 140 von 158 Kindern mit Medikation entlassen.
  10. Hengartner MP (2017): Methodological flaws, conflicts of interest, and scientific fallacies – implications for the evaluation of antidepressants' efficacy and harm. Frontiers in Psychiatry 8:275. doi:10.3389/fpsyt.2017.00275
  11. Hengartner MP, Plöderl M (2022): Estimates of the minimal important difference to evaluate the clinical significance of antidepressants in the acute treatment of moderate-to-severe depression. BMJ Evidence-Based Medicine. PubMed 33593736
  12. Le Noury J, Nardo JM, Healy D et al. (2015): Restoring Study 329 – efficacy and harms of paroxetine and imipramine in treatment of major depression in adolescence. BMJ 351:h4320. Neuauswertung der Rohdaten der 2001 in JAACAP veröffentlichten Arbeit.
  13. US Department of Justice, Vergleich mit GlaxoSmithKline, Juli 2012, drei Milliarden US-Dollar. Gegenstand unter anderem die Bewerbung von Paroxetin für Kinder und Jugendliche.
  14. Eaton M, Xu M (2006): Developing and marketing a blockbuster drug – lessons from Eli Lilly's experience with Prozac. Fallstudie der Stanford Graduate School of Business, Nr. BME6. Die Umsatz- und Verordnungszahlen stammen aus zeitgenössischer Wirtschaftsberichterstattung.
  15. Off-label policy through the lens of trazodone usage and spending in the United States. PMC12278056. Rund 24 Millionen Verordnungen 2019, mindestens 85 Prozent außerhalb der Zulassung.
  16. Sateia MJ, Buysse DJ, Krystal AD et al. (2017): Clinical practice guideline for the pharmacologic treatment of chronic insomnia in adults. Journal of Clinical Sleep Medicine. doi:10.5664/jcsm.6470
  17. Using evidence-based psychotherapy to tailor treatment for patients with functional neurological disorders (2021). Übersicht zu psychotherapeutischen Verfahren bei FNS, darunter psychodynamische Ansätze. PubMed 34693243
  18. Mayor R, Howlett S, Grünewald R, Reuber M (2010): Long-term outcome of brief augmented psychodynamic interpersonal therapy for psychogenic nonepileptic seizures – seizure control and health care utilization. Epilepsia 51:1169–1176. 47 Betroffene, Nachbeobachtung im Median 50 Monate, keine Kontrollgruppe. doi:10.1111/j.1528-1167.2010.02656.x
  19. Short-term psychodynamic psychotherapy for functional neurological disorder – a pilot randomized controlled trial (2026). Journal of Psychosomatic Research. Zwölf Sitzungen zusätzlich zur üblichen Versorgung; ScienceDirect-Kennung S0303846726002830

Zur Autorin

Annette Gabriele Unverzagt

Journalistin. Sie ist selbst von einer Funktionellen Neurologischen Störung betroffen und hat das Netzwerk FNS gegründet, weil verlässliche Informationen zu FNS im deutschsprachigen Raum schwer zu finden sind. Für diese Website recherchiert sie Fachliteratur, ordnet sie ein und legt offen, wo die Datenlage begrenzt ist.

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Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Fragen zur eigenen Medikation gehören in die Sprechstunde.