Netzwerk FNS Bundesverband für Funktionelle Neurologische Störungen (in Gründung)

Verlässlich
informiert bei

Funktionellen
Neurologischen
Störungen

Netzwerk FNS ist der im Aufbau befindliche Bundesverband für Menschen mit einer Funktionellen Neurologischen Störung (FNS) – von Betroffenen gegründet, an der Evidenz orientiert. Geprüfte Informationen, spezialisierte Anlaufstellen und Austausch: bundesweit und verständlich.

www.netzwerk-fns.de
Häufiger, als viele glauben – gar nicht so selten Real – echte Beschwerden, keine Einbildung Oft spät erkannt – mit gezielten Untersuchungen jedoch früh feststellbar
Krankheitsbild

Was sind Funktionelle Neurologische Störungen?

Funktionelle Neurologische Störungen (FNS, engl. Functional Neurological Disorder) sind häufiger, als viele glauben. Belastbare Zahlen speziell für Deutschland gibt es bislang nicht – die verfügbaren Angaben stammen aus internationalen Untersuchungen. Danach machen funktionelle Störungen schätzungsweise etwa 5 bis 15 % der Patient:innen in neurologischen Kliniken aus (systematische Übersicht, 2024); in einer viel zitierten schottischen Studie gehörten sie sogar zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Neurologie (Stone u. a. 2010). Das Nervensystem ist dabei nicht im klassischen Sinne geschädigt (etwa durch einen Schlaganfall oder eine MS) – die Verarbeitung von Signalen zwischen Gehirn und Körper läuft jedoch verändert ab. Nach dem derzeit führenden wissenschaftlichen Modell spielen dabei fehlerhafte Erwartungen des Gehirns und eine verzerrte, zu stark auf den Körper gerichtete Aufmerksamkeit eine Rolle.

Weil diese Muster zu einem Teil erlernt sind, kann das Gehirn sie auch wieder umlernen – genau hier setzt die Behandlung an.

Die Beschwerden sind real und nicht eingebildet. Ältere Begriffe wie „psychogen" oder „Hysterie" unterstellen eine rein seelische Verursachung, über die das heutige Verständnis hinausgeht; der Begriff „Konversionsstörung" wird in aktuellen Klassifikationen zunehmend durch „Funktionelle Neurologische Störung" ersetzt. FNS kann Menschen jeden Alters treffen und den Alltag erheblich einschränken.

Was „neurologisch" hier bedeutet: Es geht um die Funktion des Nervensystems, nicht um eine sichtbare Schädigung. Deshalb sprechen die offiziellen Klassifikationen ausdrücklich von neurologischen Symptomen (ICD-11 6B60: „dissoziative Störung mit neurologischen Symptomen"; DSM-5: „funktionelle neurologische Symptomstörung"). Ein unauffälliges MRT schließt FNS also nicht aus, sondern gehört zum typischen Befund – ähnlich wie bei Migräne, die ebenfalls neurologisch ist, ohne im Bild sichtbar zu sein. Behandelt wird FNS in der Neurologie und gemeinsam mit anderen Fachgebieten.

Ausführlich erklärt: Was ist FNS? →

Zum Nachlesen

Themen im Überblick

Verständliche, evidenzbasierte Beiträge zu den wichtigsten Fragen rund um FNS – tippe auf ein Thema.

Aktuell

Eine Person im Rollstuhl, umgeben von Treppenlift, Fahrzeug, Badewanne und Hund; daneben Münzen und ein Spendenzettel mit Fragezeichen

NeuWenn die Gemeinschaft zahlt

Spendenaufrufe bei FNS: was Hilfsbereitschaft kann, was Kassen und Ämter zahlen, woran man einen Aufruf prüft – und wo Hilfe ankommt. Mit Quellen.

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Ein Kopf aus Netzlinien in drei Kreisen, außen ein gelbes Kreuz

Was sich vordergründig gut anfühlt

Echokammer: warum Bestätigung Halt gibt – und warum Veränderung Reibung braucht. Mit kognitiver Dissonanz, Minderheiten-Einfluss und erwünschten Schwierigkeiten. Mit Quellen.

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Ein lachendes Gesicht, daneben ein kleines trauriges; das Plus dazwischen ist durchgestrichen

NeuDarf ein guter Tag einfach gut sein?

Wenn die Krankheit jede Erzählung rahmt: warum das Gute mit der Krankheit erzählt wird, was das Publikum belohnt, was es mit dem Selbstbild macht – und wie sich der Kreislauf durchbrechen lässt. Mit Quellen.

Die Erzählweise verstehen →

FNS verstehen

Ursachen & Diagnose bei FNS

Ursachen & Diagnose

Wie FNS festgestellt wird – die positive Diagnose an typischen Zeichen – und woher sie kommt.

Wie FNS erkannt wird →
Zwei Karten: Der Auslöser sagt, wann es anfing – bei der Ursache wirken mehrere Faktoren zusammen

Ursache oder Auslöser?

Nach dem Sturz ging es los, nach der Narkose, nach dem Infekt. Warum der Anfang nicht die Erklärung ist, was prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren unterscheidet – und was praktisch daran hängt. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Erkrankung oder neurologische Symptome? Vergleich: Struktur geschädigt wie bei Schlaganfall und MS gegenüber Funktion gestört bei FNS

Erkrankung oder Symptome?

„Neurologisch“ heißt nicht „etwas ist kaputt“ – warum ICD-11 und DSM-5 von neurologischen Symptomen sprechen. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Die Psyche aus der Ecke holen

Die Psyche aus der Ecke holen

Körper und Psyche gehören zusammen – und das ist keine Diagnose zweiter Klasse.

Warum beides zählt →
Dissoziation verstehen

Dissoziation verstehen

Von alltäglich bis zu dissoziativen Anfällen – mit oder ohne Trauma in der Vorgeschichte.

Dissoziation verstehen →
Die Spirale – wenn die Suche zur Last wird

Die Spirale

Wenn aus „Wir finden nichts" ein Kreislauf aus Enttäuschung und immer weiterer Suche wird.

Die Spirale verstehen →
Funktionelle Anfälle und Epilepsie: zwei EEG-Kurven im Vergleich

Funktionelle Anfälle und Epilepsie

Das EEG war unauffällig – und der Anfall war trotzdem echt. Woran Fachleute den Unterschied erkennen, was nichts unterscheidet und warum beides zugleich vorliegen kann. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Zwei sich überschneidende Kreise: FNS und eine andere Erkrankung, in der Schnittmenge beides zugleich

Wenn eine zweite Diagnose dazukommt

Nach Jahren kommt ein neuer Befund – und sofort heißt es: Dann war es nie FNS. Warum dieser Schluss nicht zwingend ist, wann eine Fehldiagnose trotzdem naheliegt und was die MS-Forschung zeigt. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Gegenüberstellung von FNS, artifizieller Störung und Simulation nach Symptomkontrolle, Absicht und Motiv

FNS, artifizielle Störung oder Simulation?

Was die FNS-Diagnose sichert – und was sie offenlässt. Über die schwierige Abgrenzung, die Grenzen der Diagnostik und was im Zweifelsfall hilft. Mit Quellen.

Die Unterschiede verstehen →
Prognose bei FNS

Prognose

„Wird das wieder?" Kein Schicksal, keine Einbahnstraße – was den Verlauf beeinflusst.

Zur Prognose →
FNS bei Kindern und Jugendlichen – was Eltern wissen sollten

FNS bei Kindern & Jugendlichen

Häufiger als gedacht – und mit guten Aussichten: der große Elternratgeber mit Zahlen, Behandlungswegen und Anlaufstellen in Deutschland. Mit Quellen.

Zum Elternratgeber →
Von Hysterie zu FNS – was sich wirklich geändert hat

Von Hysterie zu FNS

Keine neue Krankheit – aber verändert hat sich viel mehr als der Name. Diagnose, Ursache, Neurobiologie und Behandlung im Wandel. Mit Quellen.

Die Geschichte nachlesen →
Ein Kreis mit dem Netzwerkkopf, darin die Begriffe Nervensystem, Erfahrungen, Erwartung, Aufmerksamkeit, Gefühle, Bewegung und Umfeld

Kein Gradmesser

„Mir geht es psychisch gut“ ist eine Auskunft, kein Messwert. Warum Gefühl und Körperreaktion getrennt laufen können, was Alexithymie damit zu tun hat – und warum der Vorwurf, Ärzte machten es sich einfach, danebengeht. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Kann KI Anfälle erkennen? GPT-4 64 Prozent gegen Epileptologen 71 Prozent

Kann KI Anfälle erkennen?

GPT-4 gegen drei Epileptologen, Chatbots in der Therapie: unser Bericht zur Keynote von Prof. Markus Reuber auf der Jahrestagung in Bonn – was KI bei Anfallserkrankungen kann und was (noch) nicht. Mit Quellen.

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Poster von Netzwerk FNS auf der Jahrestagung in Bonn

Der Nervenraum – unendliche Weiten

So hieß unser Poster auf der Jahrestagung der AG FNS in Bonn. Zwei Monate nach der Gründung – und mittendrin zwischen den Universitätskliniken.

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Behandlung & Versorgung

Behandlung bei FNS

Behandlung: Was wirklich hilft

Physiotherapie, Psychotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Reha – gleichwertige, gut untersuchte Bausteine.

Zur Behandlung →
Physio, Ergo & Logopädie bei FNS – drei Therapien, ein Prinzip

Physio, Ergo & Logopädie: die drei Therapien im Überblick

Warum es keine „spezielle FNS-Physio" gibt – Therapie aber trotzdem wirkt. Mit Schluckstörungen und Verweis auf unsere Infoblätter zum Mitbringen in die Praxis.

Die drei Therapien →
Strichfigur beim Gehen, ein gelber Pfeil lenkt den Blick weg zu Ball, Musiknote und Summton

Physio, Ergo & Logopädie: anders als gedacht

Warum Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie bei FNS anders arbeiten als nach einem Schlaganfall – und wie Ablenkung zum Trainingsprinzip wird. Mit sechs Infoblättern zum Ausdrucken und Mitbringen in die Praxis. Mit Quellen.

Beitrag & Infoblätter →
Verfahren und Beziehung gegenübergestellt: 295 Studien zur therapeutischen Allianz

Was ist eigentlich Psychotherapie?

Die vier Verfahren, der Weg zum Therapieplatz, Stundenkontingente und Wartezeiten – und warum die Beziehung zwischen beiden Seiten mehr über den Verlauf aussagt als die Wahl des Verfahrens. Mit Quellen.

Den Überblick lesen →
Zwei Karten: Begleiterkrankungen mit eigener Datenlage, FNS selbst ohne Wirksamkeitsnachweis

Medikamente bei FNS

Was die Studienlage zu Antidepressiva, Antiepileptika, Lamotrigin und Naltrexon hergibt, wofür Medikamente sinnvoll eingesetzt werden – und warum die Frage nach der Finanzierung einer Studie dazugehört. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Eine Figur balanciert auf einem Seil zwischen zwei Abgründen: zu wenig Behandlung und zu viel Behandlung

Benzodiazepine, Opiate und das Notarztteam

Was die Studienlage zu Notfallmedikation bei funktionellen Anfällen zeigt, warum Aufmerksamkeit Teil des Mechanismus ist – und warum auch Unterversorgung schadet. Mit Quellen.

Den Drahtseilakt verstehen →
Ein Heilmittelrezept mit den Feldern Diagnosegruppe ZN, Diagnose F44.4 und Leitsymptomatik funktionell

Verordnungsfähig

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie bei FNS: Was die Fachgesellschaft dazu veröffentlicht hat, was im Heilmittelkatalog wirklich steht – und wie sich eine Verordnung begründen lässt. Mit Quellen.

Die Grundlagen kennen →
Was tun bei einem funktionellen Anfall? Erste Hilfe

Was tun bei einem Anfall?

Erste Hilfe bei funktionellen Anfällen: ruhig bleiben, sichern, dableiben – und wann der Notruf zählt.

Erste Hilfe im Anfall →
FNS in der Notaufnahme: Gegenüberstellung der Frage von Betroffenen, was das ist und was hilft, mit der Frage der Notaufnahme, ob ein Notfall vorliegt

FNS in der Notaufnahme

Warum „wir haben nichts gefunden“ ein Befund ist und kein Vorwurf, wann eine Vorstellung wirklich nötig ist – und was in einen Notfallausweis gehört. Mit Quellen.

Wann die Notaufnahme nötig ist →
Der Arztbrief braucht einen Patientenbrief: ein Kopf voller Fragezeichen beim Lesen eines Arztbriefs

Der Arztbrief braucht einen Patientenbrief

Der Entlassbrief ist für die Praxis geschrieben – und landet zugleich bei der Patientin, die ihn nicht versteht. Warum es besser geht: mit einem Patientenbrief. Und warum das gerade bei FNS zählt. Mit Quellen.

Warum das zählt →
Zeichnung: eine Ärztin denkt „Schwieriger Patient“, eine Patientin denkt „Der nimmt mich nicht ernst“

Der „schwierige Patient“

Menschen mit FNS gelten in der Versorgung oft als schwierig. Die Leitlinie sieht Gründe auf beiden Seiten – und beschreibt, wie daraus eine Schleife aus immer neuer Diagnostik werden kann. Mit Quellen.

Beide Seiten lesen →

Alltag & Recht

FNS und Schwerbehinderung: GdB-Skala von 20 bis 100 mit der Schwelle 50 sowie die Merkzeichen G, B, aG und H

FNS und Schwerbehinderung

Gleiche Diagnose, ganz unterschiedliche Bescheide: Wie der GdB wirklich bestimmt wird, welche Merkzeichen infrage kommen und wie der Antrag läuft. Mit Quellen.

Antrag & Merkzeichen →
Rechte, Hilfen & Teilhabe bei FNS

Rechte, Hilfen & Teilhabe

Schwerbehinderung und GdB, Pflegegrad, Beruf und Beratungsstellen wie VdK und EUTB.

Rechte & Hilfen ansehen →
Hilfsmittel bei FNS – ein Balanceakt

Hilfsmittel – ein Balanceakt

Rollstuhl, Schiene, Halskrause: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Zum Balanceakt →
Person mit Gedankenblase: Sag ich’s? Oder nicht?

Sag ich’s meinem Arbeitgeber?

Chronische Erkrankung und Schwerbehinderung im Job: was rechtlich gilt, was die Forschung zu den Folgen zeigt – und wem man was sagt. Mit Quellen.

Weiterlesen →
Person mit Schutzhelm und Gedankenblase: Passt das?

Anfälle und Arbeit – passt das?

Dissoziative Anfälle im Beruf: welche Tätigkeiten kritisch sind, wann man als anfallsfrei gilt und welche Rechte Beschäftigte und Arbeitgeber haben. Mit Quellen.

Weiterlesen →
Autofahren mit FNS – was bei dissoziativen Anfällen gilt

Autofahren mit FNS

Führerschein und dissoziative Anfälle: Warum es keine starre Frist gibt, wie individuell entschieden wird – und der Weg zurück ans Steuer. Mit Quellen.

Was beim Führerschein gilt →

Umfeld & Miteinander

Eine Diagnose – viele Betroffene: Was Angehörigen bei FNS hilft

Eine Diagnose – viele Betroffene

Die Diagnose FNS bekommt einer, leben damit müssen oft mehrere. Was Angehörigen hilft, was belastet – und was sie selbst brauchen. Mit Quellen.

Für Angehörige lesen →
Zwei Personen im Gespräch: „Du siehst doch gut aus“ – bei der anderen stehen die Diagnosen unsichtbar im Körper

„Du siehst doch gut aus“

Warum andere nicht sehen, was fehlt – was Verbergen kostet und was Erklären kostet – und ob es die Anerkennung jedes Mitmenschen braucht. Mit Quellen.

Weiterlesen →
Du siehst doch so gesund aus – über das Stigma unsichtbarer Erkrankungen

„Du siehst doch so gesund aus"

Warum eine unsichtbare Erkrankung nicht weniger real ist – über das Stigma bei FNS und was Betroffenen wie Angehörigen wirklich hilft.

Über das Stigma lesen →
Derselbe Satz, zwei Botschaften: gesagt wird kein Befund, gehört wird Ich glaube Ihnen nicht

Gaslighting

Ein Facharzt untersucht und findet nichts – das ist ein Befund, kein Gaslighting. Woher der Begriff kommt, wie die eigene Erwartung mithört und wo die Grenze zwischen Abwertung und fachlicher Feststellung liegt. Mit Quellen.

Die Grenze verstehen →
Ein leerer Befundschirm mit der Aufschrift ohne, daneben ein Kopf voller Verbindungen mit der Aufschrift Beschwerden

Nichts vorzuzeigen

Warum unsichtbare Erkrankungen doppelt anstrengend sind: die Rechtfertigungslast, das gesellschaftliche Stigma des Psychischen, die Kopplung von Zuwendung und Sichtbarkeit – und was es kostet, sich davon zu lösen. Mit Quellen.

Den Beitrag lesen →
Reiz und Reaktion mit einem hervorgehobenen Raum dazwischen

Erklärung ist keine Entschuldigung

Wenn sich alles aus Vorgeschichte und Erkrankung erklären lässt – bleibt dann noch eine Entscheidung? Über Verantwortung, den Raum zwischen Reiz und Reaktion und die Bedingungen von Veränderung. Mit Quellen.

Den Beitrag lesen →
Wenn die Gruppe verletzt: Mobbing in Krankheitsgruppen

Wenn die Gruppe verletzt

Mobbing in Krankheits- & Selbsthilfegruppen – gruppendynamisch erklärt, mit Quellen.

Was in Gruppen hilft →
Akzeptanz: annehmen, was ist – ohne aufzugeben, was werden kann

Akzeptanz – annehmen ohne aufzugeben

Warum Annehmen kein Aufgeben ist, wo Akzeptanz heilt – und wo sie kippt.

Über Akzeptanz lesen →

Orientierung & Selbstschutz

Eine Person im Rollstuhl, umgeben von Treppenlift, Fahrzeug, Badewanne und Hund; daneben Münzen und ein Spendenzettel mit Fragezeichen

Wenn die Gemeinschaft zahlt

Spendenaufrufe bei FNS: was Hilfsbereitschaft kann, was Kassen und Ämter zahlen, woran man einen Aufruf prüft – und wo Hilfe ankommt. Mit Quellen.

Den Beitrag lesen →
Geschützte und nicht geschützte Berufsbezeichnungen gegenübergestellt

Wer sitzt mir da eigentlich gegenüber?

Welche Berufsbezeichnungen geschützt sind und welche nicht, was die vier Psychotherapieverfahren unterscheidet – und woran sich unseriöse Angebote erkennen lassen. Mit Fragen zum Selberstellen.

Qualifikationen prüfen →
Sieben Merkmale einer hilfreichen Selbsthilfegruppe

Selbsthilfe: Wann sie hilft, wann sie schadet

Woran man eine Gruppe erkennt, die guttut – und woran eine, die schadet. Sieben Merkmale, die Gegenprobe und was Austausch leisten kann. Mit Quellen.

Die Merkmale ansehen →
Wie privat ist deine private Gruppe? Flüstern in einer geschlossenen Gruppe, dessen Schallwellen nach außen dringen

Wie privat ist deine private Gruppe?

Drinnen wird geflüstert, draußen wird empfangen: Was „privat“ auf einer Plattform wirklich heißt, wer mitliest – und warum wir den Austausch bewusst woanders führen. Mit Quellen.

Den Datenschutz verstehen →
FNS und soziale Medien: Zahlen zum Anstieg funktioneller Tics ab 2019

FNS und soziale Medien

Ab 2019 stiegen die Fälle funktioneller Tics um das Zehnfache. Was der Ausbruch zeigt, was daraus nicht folgt – und woran man gute Online-Gruppen erkennt. Mit Quellen.

Den Ausbruch einordnen →

FNS und Gesellschaft

Liste von sechs Behauptungen mit farbigen Prüfvermerken

„Sickfluencer“

Ein Telegraph-Kommentar hat eine Debatte ausgelöst. Sechs Behauptungen daraus, einzeln geprüft: Was belegt ist, was Hypothese bleibt und wo die Zahlen nicht passen. Mit Quellen.

Die Prüfung lesen →
Ein Handybildschirm mit Beitragszeilen, daneben eine Liste dessen, was beim Publikum ankommt

Toxische Awareness

Nicht jedes Profil, das aufklären will, klärt auf. Was hinter Krankheitsaccounts stehen kann, warum die Angaben nicht überprüfbar sind und was andere dabei lernen. Mit Quellen.

Vorsicht beim Folgen →
Kreislaufdiagramm mit vier Knoten: Symptom, Zuwendung, Verstärkung, mehr Schwere

Wer ist am kränksten?

Wenn Schwere zur Währung wird: der Kreislauf zwischen Symptom, Zuwendung und System – was Kliniken und Gruppen dazu beitragen, warum Gesundwerden dann etwas kostet und was hilft. Mit Quellen.

Den Kreislauf verstehen →
Vereinnahmung und Bereicherung als zwei Zustände der Krankheitsidentität, die von außen gleich aussehen

Wenn die Krankheit zur Identität wird

Wie stark eine Erkrankung das Selbstbild einnimmt, ist messbar und hängt mit dem Befinden zusammen. Was Vereinnahmung von Bereicherung unterscheidet, warum man das von außen nicht sieht – und was soziale Medien belohnen. Mit Quellen.

Den Unterschied verstehen →
Wenn Krankheit auch etwas gibt – Krankheitsgewinn und Identität

Wenn Krankheit auch etwas gibt

Krankheitsgewinn und Identität – ohne Schuldzuweisung an Betroffene erklärt, und was wirklich hilft.

Zum Krankheitsgewinn →
Ein Handybildschirm mit den Schriftzügen Instagram, TikTok und Facebook sowie einem Herz-Zähler

Die Krankheit als Kanal

Was für Sichtbarkeit spricht, was Instagram mit Aufmerksamkeit und Symptomen macht, welche Rolle Diagnoselisten im Profil spielen – und was beim Veröffentlichen von Anfallsvideos zu bedenken ist. Mit Quellen.

Den Spagat verstehen →
Ein lachendes Gesicht, daneben ein kleines trauriges; das Plus dazwischen ist durchgestrichen

Darf ein guter Tag einfach gut sein?

Wenn die Krankheit jede Erzählung rahmt: warum das Gute mit der Krankheit erzählt wird, was das Publikum belohnt, was es mit dem Selbstbild macht – und wie sich der Kreislauf durchbrechen lässt. Mit Quellen.

Die Erzählweise verstehen →
Ein Kopf aus Netzlinien in drei Kreisen, außen ein gelbes Kreuz

Was sich vordergründig gut anfühlt

Echokammer: warum Bestätigung Halt gibt – und warum Veränderung Reibung braucht. Mit kognitiver Dissonanz, Minderheiten-Einfluss und erwünschten Schwierigkeiten. Mit Quellen.

Den Beitrag lesen →
Ableismus – was der Begriff leistet, und wo er kippt

Ableismus verstehen

Was der Begriff leistet, warum er wichtig ist – und wo der Vorwurf ins Leere geht.

Ableismus verstehen →
Berglandschaft mit leerem Rollstuhl, zwei Kindern und Ziegen

Klara lernt laufen

Heidis Freundin sitzt jahrelang im Rollstuhl – und steht auf der Alp wieder auf. Was für eine funktionelle Störung spricht, was Johanna Spyri im Haus ihres Vaters gesehen haben könnte – und warum die Heilungserzählung eine Gefahr enthält.

Die Spurensuche lesen →

Erscheinungsformen

Mögliche Symptome einer Funktionellen Neurologischen Störung

FNS zeigt sich sehr unterschiedlich. Häufig treten mehrere Beschwerden gemeinsam auf; sie können schwanken oder plötzlich auftreten.

Funktionelle Anfälle

Anfallsartige Zustände (dissoziative Anfälle), die epileptischen Anfällen ähneln, aber andere Ursachen haben.

Bewegungsstörungen

Zittern (Tremor), Verkrampfungen (Dystonie), Zuckungen oder Störungen des Gangbildes.

Lähmung & Schwäche

Funktionelle Schwäche oder Lähmung von Armen, Beinen oder einer Körperseite.

Empfindungsstörungen

Taubheitsgefühle, Kribbeln, verändertes Empfinden oder Seh- und Sprechstörungen.

Kognitive Beschwerden

Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, „Brain Fog", Erschöpfung.

Schwindel & Vegetatives

Schwindel, Benommenheit und Beschwerden des autonomen Nervensystems.

Alle Symptome im Überblick →

Diagnose & Behandlung

Wege zu Diagnose und Behandlung bei FNS

Diagnose

FNS wird heute aktiv festgestellt – nicht nur durch Ausschluss. Fachärztinnen und -ärzte für Neurologie erkennen typische positive klinische Zeichen (z. B. das Hoover-Zeichen oder charakteristische Tremor-Muster). Eine frühe, klare Diagnose ist ein wichtiger erster Schritt.

Mehr zu Ursachen & Diagnose →

Behandlung

FNS ist behandelbar. Wirksam ist meist ein multidisziplinärer Ansatz – abgestimmt auf die Beschwerden, etwa spezialisierte Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie psychotherapeutische Unterstützung. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich; eine frühe Diagnose und das Verständnis für die Erkrankung sind wichtige Bestandteile der Therapie.

Mehr zur Behandlung →
⚕️ Wichtiger Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen an Ärztinnen und Ärzte oder eine spezialisierte Einrichtung.

Anlaufstellen mit Erfahrung bei FNS sammeln wir in einer wachsenden Übersicht: Kliniken & Praxen →

Anlaufstellen · bundesweit

Kliniken & Praxen für Funktionelle Neurologische Störungen

Weil FNS noch nicht überall gleich bekannt ist, lohnt sich der Weg zu einer spezialisierten Anlaufstelle. Unsere wachsende, filterbare Übersicht bündelt Kliniken, Sprechstunden und Praxen mit Erfahrung bei FNS an einem Ort.

Kliniken & Sprechstunden · Reha & stationäre Angebote · Praxen (Physio/Ergo/Logo) · filterbar nach Bundesland · Deutschland, Schweiz & Österreich
Derzeit 38 Einträge · Stand: 13. September 2026

Zu den Kliniken & Anlaufstellen →
Aktuelles

Beiträge, Studien & Quellen

Regelmäßig ausgewählte Links zu Fachbeiträgen, Studien, Videos und hilfreichen Quellen rund um FNS.

Leitlinie 2026

FNS ist positiv diagnostizierbar – und behandelbar

Die neue DGN-Leitlinie 2026 kehrt ein altes Missverständnis um: FNS wird nicht mehr „per Ausschluss" festgestellt, sondern über positive klinische Zeichen – und klar behandelt.

Ganzen Beitrag lesen →
Forschung

Was die aktuelle Forschung zeigt – und was nicht

Internationale Studien (2024–2026) finden bei Menschen mit FNS im Gruppenvergleich Auffälligkeiten in Aufmerksamkeits- und Bewegungsnetzwerken. Einen Test für den Einzelfall gibt es daraus nicht.

Ganzen Beitrag lesen →
Quelle

AG FNS e. V. – Arbeitsgemeinschaft Funktionelle Neurologische Störungen

Fachgesellschaft mit FNS-Navigator, Informationen zu Krankheitsbildern und Netzwerkarbeit.

Fachbeitrag

Medical Tribune: Funktionelle Neurologische Störungen (DGN-Kongress 2026)

Bericht über einen Vortrag von PD Dr. Stoyan Popkirov zu Diagnose und Behandlung von FNS – für Fachpersonen.

Fachbeirat

Publikationen von PD Dr. Birgitta Metternich (FreiDok)

Wissenschaftliche Arbeiten unseres Fachbeirats zu funktioneller kognitiver Störung und dissoziativen Anfällen – vollständige, laufend aktualisierte Liste.

Bücher & Lesetipps

Empfehlungen zum Vertiefen – vom deutschen Standardwerk bis zum komplett kostenlos lesbaren Fachbuch.

📖📖 Standardwerk · DEPopkirov: „Funktionelle neurologische Störungen" Für Fachleute – und neugierige Betroffene Das deutschsprachige Standardwerk eines Neurologen: alle FNS-Formen, Diagnose und Behandlung. Als Fachbuch geschrieben, aber so klar, dass auch interessierte Betroffene und Angehörige es mit Gewinn lesen. Springer · ISBN 978-3-662-61271-2 ↗ 📖📖 Buch · kostenlos · ENKozlowska et al.: „Functional Somatic Symptoms in Children and Adolescents" Für Behandler – und Eltern mit Englischkenntnissen Geschrieben für Behandler von Kindern und Jugendlichen, aber die verständlichen Erklärmodelle und Grafiken helfen bei allen Altersgruppen, FNS zu begreifen und zu erklären. Komplett frei lesbar (PDF auf der Springer-Seite) ↗ JSFachartikel · ENStone: „The neurological assessment as treatment" Für Ärztinnen und Ärzte Wie schon die neurologische Untersuchung Teil der Behandlung wird – vom Erstkontakt bis zur Diagnosevermittlung. Für Betroffene interessant, um zu wissen, was eine gute Aufklärung ausmacht. (Practical Neurology; Volltext ggf. kostenpflichtig) ↗ MRFachartikel · ENKemp et al.: Anfälle während Psychotherapie-Sitzungen Für Psychotherapeuten – und Betroffene mit Sorge vor Anfällen in der Therapie Beruhigende Daten: Anfälle in Therapiesitzungen kommen bei dissoziativen Anfällen vor (1 von 8 Betroffenen), stören meist nur kurz und sind fast immer ohne medizinische Hilfe auffangbar. Mit M. Reuber (Epilepsia 2018) ↗ MRFachartikel · kostenlos · ENReuber: Nach der Diagnose „dissoziative Anfälle" – die drei häufigsten Fragen Für Neurologen – und Betroffene direkt nach der Diagnose „Was ist los mit mir?", „Das trifft auf mich nicht zu", „Was, wenn ich einen Anfall bekomme?" – praktische Antworten aus über 20 Jahren Erfahrung. Geschrieben für Behandler, beantwortet aber genau die Fragen der Betroffenen. (Practical Neurology 2019, frei lesbar) ↗

Videos & Podcasts

Verständliche Gespräche, Vorträge und Folgen rund um FNS – zum Anhören und Ansehen. Alle Quellen stammen aus Kliniken, Fachgesellschaften oder seriösen Medien.

Für Betroffene & Angehörige

Fachlich & englischsprachig

Beitrag vorschlagen

Wissenschaftsbasierte Quellen & Literatur

Seriöse, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Funktionellen Neurologischen Störungen – deutsch- und englischsprachig.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Funktionellen Neurologischen Störungen

Kurze, wissenschaftlich fundierte Antworten auf Fragen, die uns immer wieder begegnen.

Ist FNS „eingebildet" oder eine rein psychische Erkrankung?

Nein. Die Beschwerden bei FNS sind real. Das Nervensystem ist nicht strukturell geschädigt, aber die Verarbeitung von Signalen zwischen Gehirn und Körper läuft verändert ab. FNS ist eine anerkannte eigenständige Diagnose (ICD-11: 6B60). Belastende Lebenserfahrungen spielen bei einem Teil der Betroffenen eine Rolle, bei anderen finden sich keine – beides ist FNS. „Funktionell" bedeutet nicht „eingebildet". Mehr dazu in der nächsten Frage.

Welche Rolle spielen Trauma und belastende Erfahrungen bei FNS?

Eine wichtige – aber keine zwingende. Belastende Lebenserfahrungen sind bei Menschen mit FNS deutlich häufiger zu finden als bei Vergleichspersonen. In einer Metaanalyse aus 34 Fall-Kontroll-Studien mit 1.405 Betroffenen berichteten 49 % von emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit, gegenüber 20 % der Vergleichsgruppe (Odds Ratio 5,6); 30 % von körperlicher Gewalt gegenüber 12 % (OR 3,9) und 24 % von sexualisierter Gewalt gegenüber 10 % (OR 3,3). Belastende Ereignisse kurz vor Symptombeginn waren ebenfalls häufiger (OR 2,8) – in methodisch besseren Studien mit persönlichen Interviews sogar deutlicher (OR 4,3).

Das heißt: Wenn bei etwa der Hälfte der Betroffenen etwas zu finden ist, ist das kein Zufallsbefund, sondern rund fünfmal häufiger als sonst. Gleichzeitig berichtet ein erheblicher Teil der Betroffenen über keine solchen Erfahrungen. Eine FNS ohne Trauma in der Vorgeschichte ist genauso echt wie eine mit – und umgekehrt macht eine Belastungsgeschichte die Beschwerden kein bisschen weniger körperlich.

Deshalb lohnt es sich, offen hinzusehen: nicht, um eine Schuld oder eine „eigentliche" psychische Erklärung zu finden, sondern weil bei einem Teil der Betroffenen genau dort ein wirksamer Ansatzpunkt der Behandlung liegt. Hinsehen ist kein Eingeständnis, dass die Beschwerden „doch nur psychisch" wären – es ist ein Behandlungsweg unter mehreren. Und wenn sich nichts findet, ist das ebenfalls ein Ergebnis, mit dem sich gut weiterarbeiten lässt.

Zur Schuldfrage: Betroffene tragen keine Schuld an ihrer Erkrankung – auch nicht diejenigen, bei denen sich belastende Erfahrungen finden. Wo aber Menschen im Umfeld Gewalt oder Vernachlässigung verursacht haben, liegt die Verantwortung dafür bei ihnen. Daran ändert eine FNS-Diagnose nichts.

Einordnung: Die Angaben beruhen auf rückblickenden Befragungen, die Studienqualität war überwiegend mittel bis niedrig und die Ergebnisse schwankten zwischen den Studien erheblich; häufigeres Vorkommen belegt zudem keine Ursache im Einzelfall.
Quelle: Ludwig L. et al., Stressful life events and maltreatment in conversion (functional neurological) disorder: systematic review and meta-analysis of case-control studies, Lancet Psychiatry 2018 (Originalbegriffe dort: emotional neglect, physical abuse, sexual abuse).

Ist FNS heilbar – können die Beschwerden wieder besser werden?

Die Beschwerden können sich bessern und teils ganz zurückgehen – eine Garantie gibt es aber nicht. In einer Verlaufsstudie waren nach im Mittel 14 Jahren rund 20 % beschwerdefrei, etwa 31 % gebessert und knapp die Hälfte unverändert oder schlechter. Wichtig sind eine positiv gestellte, gut erklärte Diagnose und eine auf FNS spezialisierte Behandlung. Eine frühe Diagnose zählt: Eine lange Symptomdauer vor der Diagnose gilt als beständigster Vorbote eines ungünstigen Verlaufs. Auch nach langer Krankheitsdauer sind Besserungen aber weiterhin möglich. Mehr dazu im Beitrag Prognose bei FNS.

Wie wird FNS festgestellt?

Nicht durch bloßes Ausschließen anderer Erkrankungen, sondern über positive klinische Zeichen (etwa das Hoover-Zeichen oder das Entrainment). Das betont auch die aktuelle DGN-Leitlinie von 2026. FNS ist also etwas, das man aktiv feststellen kann.

Welche Behandlung hilft bei FNS?

Meist eine transdisziplinäre Kombination – aktive Physiotherapie, bei Bedarf Psychotherapie sowie Ergo- oder Logopädie, abgestimmt auf die individuellen Beschwerden. Ein Medikament gegen die Grundstörung selbst gibt es nicht. Wichtig ist eine mit FNS erfahrene Begleitung.

Ist FNS selten?

Nein, eher im Gegenteil: FNS ist häufiger, als viele glauben. Verlässliche Zahlen speziell für Deutschland fehlen zwar; internationalen Schätzungen zufolge machen funktionelle Störungen aber etwa 5 bis 15 % der Patient:innen in neurologischen Kliniken aus. Bekannt ist die Erkrankung trotzdem wenig.

Woran erkenne ich eine geeignete Anlaufstelle?

Weil sich die FNS-Behandlung von klassischen Ansätzen unterscheidet, lohnt der Weg zu einer spezialisierten oder erfahrenen Stelle. Eine wachsende Übersicht von Kliniken, Zentren und Praxen finden Sie auf unserer Seite Kliniken & Praxen.

Mitwirken

Das Netzwerk FNS

Netzwerk FNS ist eine im Aufbau befindliche Initiative, die zu einem gemeinnützigen Bundesverband für Funktionelle Neurologische Störungen wachsen soll. Gegründet und moderiert wird das Netzwerk von Menschen, die selbst mit FNS leben – mit einem klaren Anspruch: Wir arbeiten wissenschaftsorientiert und stützen uns auf geprüfte Quellen, nicht auf Heilsversprechen. Unser Ziel: Betroffene ernst nehmen, Wissen zugänglich machen und die Versorgung in Deutschland verbessern.

Der Kern unserer Arbeit ist eine journalistisch-wissenschaftliche Informationsquelle zu FNS: Wir recherchieren Fachliteratur und Leitlinien, ordnen sie ein und machen sie zugänglich – für Betroffene, Angehörige und Fachleute. Unsere Kanäle auf Instagram und Facebook sind reine Informationskanäle: Dort machen wir auf unsere Beiträge und Angebote aufmerksam, einen Austausch führen wir dort bewusst nicht. Auf einer kommerziellen Plattform lässt sich nicht überprüfen, wer mitliest – und Gesundheitsdaten gehören dort nicht hin. In Vorbereitung sind daher moderierte Gruppentreffen in geschützten Räumen: zunächst regional vor Ort, perspektivisch auch digital über datenschutzkonforme Dienste. Dort gilt derselbe Anspruch – moderiert, sachlich, mit verlässlichen Regeln.

Wir sind dabei selbst betroffen – das legen wir offen. Die eigene Erfahrung zeigt, welche Fragen drängen; belegen muss sich alles aus Leitlinien und Fachliteratur.

So wächst eine FNS-Bibliothek, die wir aktuell halten und Schritt für Schritt erweitern: Neue Leitlinien und Studien arbeiten wir ein – mit dem Hinweis, was sich geändert hat.

Hinweis: Der Bundesverband Netzwerk FNS befindet sich im Aufbau. Die Vereinsstruktur (gemeinnütziger e. V.) wird derzeit vorbereitet.

Hinter dem Netzwerk stehen sieben Menschen, die es ehrenamtlich tragen – selbst betroffen oder Betroffenen nahe, aus verschiedenen Berufen und Regionen. Zum Leitungsteam und zur Mitarbeit →

Fachliche Begleitung

Unser Fachbeirat

Erfahrene Fachpersonen begleiten unsere Inhalte fachlich – bewusst niederschwellig. Die Verantwortung für die Inhalte bleibt bei uns; für die fachliche Präzision sind wir dankbar für den Rat dieser Wegbegleiter:innen.

Ganganalyse & Physiotherapie

Kirsten Götz-Neumann

Gehen verstehen® · Präsidentin der Observational Gait Instructor Group (O.G.I.G.)

International anerkannte Ganganalyse-Expertin; ihr Buch „Gehen verstehen" (Thieme) gilt als Standardwerk. Funktionelle Gangstörungen zählen zu den häufigsten FNS-Bildern – eine fundierte Ganganalyse ist hier besonders wertvoll.

Klinische Neuropsychologie

PD Dr. Birgitta Metternich

Universitätsklinikum Freiburg · Epilepsiezentrum · Klinische Neuropsychologin (GNP)

Schwerpunkt auf der funktionellen kognitiven Störung, zu der sie publiziert hat und ein Therapiemanual erarbeitet; am Epilepsiezentrum zudem Erfahrung mit dissoziativen (funktionellen) Anfällen.

Psychotherapie

Celina Badenius

Psychologische Psychotherapeutin · Buxtehude · Schwerpunkt FNS

Psychotherapeutische Praxis mit ausdrücklichem Behandlungsschwerpunkt auf Funktionellen Neurologischen Störungen – noch selten und für Betroffene auf der Suche nach einer erfahrenen Anlaufstelle besonders wertvoll.

Ergotherapie

Birgit Rauchfuß

Praxis für Ergotherapie · Recklinghausen (NRW) · Bachelor of Health in OT

Bringt die ergotherapeutische Perspektive ein – bei FNS besonders wertvoll, weil sie hilft, Alltag, Aktivität und Teilhabe Schritt für Schritt zurückzugewinnen.

Der Fachbeirat wächst Schritt für Schritt. Fachpersonen, die uns gelegentlich und auf Anfrage fachlich begleiten möchten, sind herzlich eingeladen – gerne melden →.

Vernetzung

Partner & Verbände

Fachverbände, die unser Anliegen unterstützen und FNS sichtbarer machen – diese Rubrik wächst mit jeder neuen Verbindung.

Berufsverband · Logopädie

dbl e. V.

Deutscher Bundesverband für Logopädie. Funktionelle Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen sind gut behandelbar.

Berufsverband · Ergotherapie

DVE e. V.

Deutscher Verband der Ergotherapeut:innen. Ergotherapie hilft, Alltagsfähigkeiten zurückzugewinnen.

Beide Verlinkungen erfolgen ohne Gegenleistung – es fließt kein Geld, in keine Richtung. Mehr dazu im Transparenz-Hinweis.

Ihr Verband möchte FNS ebenfalls sichtbarer machen? Sprechen Sie uns an →

Forschung aktuell

NEBEL-Studie

Die LMU München untersucht, wie sich nicht-epileptische Ereignisse besser erkennen und einordnen lassen. Gesucht werden Menschen mit funktionellen Anfällen. Die Teilnahme ist freiwillig und jederzeit widerrufbar.

Zur Studieninformation ↗
Über uns

Die Namen hinter dem Netzwerk

Netzwerk FNS wird von einem ehrenamtlichen Team getragen. Wir sind selbst betroffen oder stehen Betroffenen nahe, kommen aus verschiedenen Berufen und Regionen – und eint der Anspruch, Informationen zu FNS belegbar und verständlich zugänglich zu machen.

Kontakt aufnehmen

Melden Sie sich einfach über das Kontaktformular – schreiben Sie kurz, was Sie interessiert.

Fachliche Mitwirkung

Voneinander lernen, miteinander vernetzen

Grafik: Betroffene, Angehörige und Fachwelt gemeinsam an einem Tisch – voneinander lernen, miteinander vernetzen

Gute FNS-Versorgung ist transdisziplinär – das zeigen alle aktuellen Leitlinien: Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik, Psychotherapie und Neuropsychologie, Physio-, Ergo- und Logopädie greifen ineinander, häufig koordiniert über die Hausarztpraxis und ergänzt durch Pflege und Soziale Arbeit. Genau dieses Zusammenspiel möchte das Netzwerk FNS fördern.

Uns geht es dabei nicht darum, Wissen nur in eine Richtung weiterzugeben. Betroffene und Angehörige bringen wertvolles Erfahrungswissen mit, Fachpersonen ihr Fachwissen – beides gehört zusammen. Das Netzwerk versteht sich als Ort, an dem beide Seiten miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und sich vernetzen. Als Brücke – ergänzend zur wissenschaftlichen Fachgesellschaft AG FNS e. V. und zu bestehenden Angeboten, nicht in Konkurrenz zu ihnen.

Fachpersonen aller genannten Berufsgruppen sind herzlich eingeladen, sich einzubringen – mit ihrer Erfahrung, ihrem Rat und als Multiplikator:innen. Erste erfahrene Fachpersonen begleiten uns bereits in unserem Fachbeirat.

Hinweis: Das Netzwerk FNS ist ein Patientennetzwerk und leistet selbst keine medizinische Beratung oder Behandlung. Die Mitwirkung dient dem gegenseitigen Austausch, der Aufklärung und der Vernetzung.

Als Fachperson mitwirken

Das Gründungs- und Leitungsteam
Hinter dem Netzwerk stehen Menschen mit Namen und Adresse – keine anonyme Redaktion.

Rheinland-Pfalz · Kreis Mayen-Koblenz Annette Unverzagt · annette.unverzagt@netzwerk-fns.de
Rheinland-Pfalz · Bereich Diez Mareike Fege · mareike.fege@netzwerk-fns.de
Nordrhein-Westfalen · Region Bonn Myrthe Hohenstein · Myrthe.Hohenstein@netzwerk-fns.de
Nordrhein-Westfalen · Sauerland (Herscheid) Bianka Lehmann · bianka.lehmann@netzwerk-fns.de
Nordrhein-Westfalen · Region Dortmund (Hagen) Sarah Klein · sarah.klein@netzwerk-fns.de
Nordrhein-Westfalen · Region Dorsten Simone Krauel · simone.krauel@netzwerk-fns.de
Baden-Württemberg · Tübingen, Sigmaringen & Zollernalbkreis Tanja Klemp · Tanja.Klemp@netzwerk-fns.de

Das Netzwerk wächst weiter. Wer mitarbeiten möchte, ist eingeladen, sich zu melden – ob mit viel Zeit oder wenig, ob fachlich, redaktionell oder organisatorisch. Schreib uns →

Geplant sind außerdem regionale Gruppen, in denen sich Betroffene und Angehörige vor Ort austauschen können. Damit das gelingt und niemand überfordert wird, entsteht dafür gerade ein Gesprächsleitfaden: eine Orientierung, wie solche Treffen ablaufen können und was sie leisten sollen – und was ausdrücklich nicht.

Uns ist wichtig, dass es menschlich und inhaltlich passt. Schauen Sie sich am besten zunächst in Ruhe hier auf der Seite um, ob Sie sich mit unseren Inhalten und unserer wissenschaftsorientierten Haltung identifizieren können. Vor einer Mitarbeit führen wir immer ein persönliches Erstgespräch – so lernen wir uns gegenseitig kennen.

Bevor Sie mitmachen

Wie wir hier miteinander umgehen

Ein paar Worte dazu, wie wir hier miteinander umgehen – sachlich, wertschätzend und ohne medizinische Ferndiagnosen. Bitte kurz lesen.

Bitte lesen (Hinweise) →

🆘 Im Notfall

Bei akuter Krise oder lebensmüden Gedanken sind Sie nicht allein – wenden Sie sich sofort an:

  • 112 – Notruf bei Lebensgefahr
  • 116 123 – Telefonseelsorge (24 h, kostenlos, anonym)
  • 116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Dranbleiben & weitergeben

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Unser A6-Flyer zum Ausdrucken, Auslegen und Weitergeben – ideal für Praxen, Kliniken, Wartezimmer oder Selbsthilfe-Kontaktstellen.

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Kontakt

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🔒 Ihre Angaben werden ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt und nicht weitergegeben. * Pflichtangabe.

Direkter Kontakt

rund 970
Menschen folgen uns auf Instagram – seit dem Start Anfang Juli 2026
Stand: 23. September 2026
76.000
Aufrufe unserer Beiträge auf Instagram – allein in den letzten 90 Tagen
Stand: 23. September 2026
rund 15.000
Aufrufe von netzwerk-fns.de seit dem Start Anfang Juli 2026 (STRATO-Statistik)
Stand: 23. September 2026
55
Fachbeiträge seit Anfang Juli 2026 – alle mit Quellenangaben
Stand: 23. September 2026

Für uns ein deutliches Zeichen, wie groß das Informationsbedürfnis von Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten rund um FNS ist. (Stand: 23. September 2026)

Transparenz

Unabhängig & ehrenamtlich

Wer hier arbeitet: Alle auf dieser Website genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wirken ehrenamtlich – niemand erhält für die Arbeit im Netzwerk eine Vergütung. Die federführende Leitung des Netzwerks liegt bei den auf dieser Seite genannten Ansprechpartnern; sollte sich daran etwas ändern, machen wir das an dieser Stelle transparent.

Wie wir uns finanzieren: Das Netzwerk FNS finanziert sich derzeit ausschließlich aus privaten Mitteln der Gründungsmitglieder. Wir beziehen keine finanziellen Zuwendungen aus der Industrie – insbesondere nicht von der Pharmaindustrie, von Herstellern von Hilfsmitteln oder von Herstellern von Medizinprodukten. Nach der Vereinsgründung, die noch in diesem Jahr erfolgen soll, wird perspektivisch der Verein die laufenden Kosten tragen; diese betreffen vor allem den Unterhalt dieser Website.

Warum wir das so handhaben: Wir wollen bewusst unabhängig informieren. Deshalb nehmen wir keine Spenden von Pharmaunternehmen, Hilfsmittel- oder Medizinprodukteherstellern an – auch dann nicht, wenn sie angeboten werden.

Spenden: Sobald der Verein gegründet und als gemeinnützig anerkannt ist, nehmen wir grundsätzlich gerne Spenden für unsere Netzwerkarbeit an. Auch dann gilt: Wir prüfen genau, von wem eine Spende kommt, damit unsere Berichterstattung unabhängig bleibt – und wir legen offen, wenn sich an unserer Finanzierung etwas Wesentliches ändert.

Wie wir Inhalte erstellen: Für Recherche und Aufbereitung setzen wir auch KI-Werkzeuge ein – vor allem Claude (Anthropic). Die KI ist für uns dabei ein Recherche- und Redigierwerkzeug, keine Autorin: Inhalte werden nicht von der KI produziert, sondern von Menschen mit langjährigem journalistischem Hintergrund verantwortet.

Stand: Juli 2026 – dieser Hinweis wird bei Änderungen aktualisiert.